Ich fahre auch ne Starrgabel. Solltest ein Exemplar aus Alu fahren, würd ich dir zum Umstieg auf Stahl raten, das hilft ein wenig bei Unebenheiten.[ ... ]
Die Placebowirkung einer Stahlgabel mag ja gewaltig sein, aber ich konnte beim Testfahren diverser Fahrräder vor dem Kauf keinerlei Unterschiede in der "Federwirkung" von ungefederten Alu- oder Stahlgabeln feststellen. Der einzige Unterschied, den ich festgestellt habe, war die Tatsache, dass die Stahlgabeln eher zum Bremsrubbeln neigen als Alugabeln. Das würde ich aber eher als K.O.-Kriterium für die Stahlgabeln denn als Komfortmerkmal sehen. Wie HvS weiter oben schon geschrieben hat, bringt nur eine richtige Federgabel einen merklichen Komfortgewinn, den ich gerade im Alltag nicht mehr missen möchte.
Die Federwirkung breiterer Reifen sehe ich auch als eher gering an, wenn wir hier von Gewichten (Fahrer plus Gepäck) von 100 kg aufwärts reden (und ja, ich kann mitreden, ich wiege knapp 100 kg

). Da muss zur Vermeidung von Durchschlägen und damit die Reifenflanken nicht kaputtgewalkt werden so viel Druck auf den Reifen, dass da nicht mehr viel federt. Ausserdem hat die Federung der Reifen den Nachteil, dass sie nicht gedämpft ist, d.h. das Rad wird auf unebenen Strecken ständig kurz den Bodenkontakt verlieren, was nicht gut für die Kontrolle über das Fahrrad ist. Federgabeln sind deswegen gedämpft.
Den Vorschlag, bei einer Reise mit Lowridern an der Gabel temporär auf eine Starrgabel umzurüsten, halte ich auch für den praktikabelsten. Wenn die Starrgabel schon entsprechend gekürzt ist, sollte sich die Umrüstung in ca. einer Stunde bewerkstelligen lassen.
Grüße,
hawiro