Also aus meiner Erfahrung vom letzten Jahr, ich bin in den Pfingstferien von Verona aus mit dem Zug zurückgefahren nach München, kann ich folgendes sagen:
Grundsätzlich solltest du dir überlegen, ob Fernzug oder Regionalzug.
Der Eurocity hat den Vorteil, bis München durchzufahren, sowohl einer von Venedig als auch einer auf der München-Rom-Linie, also wohl Verona als Zustiegsort, wenn du sagst, Gardasee = stressfrei.
ABER: Den kannst du nur nehmen, wenn du gebucht hast mit Fahrradstellplatz
- der ist schwer "noch schnell" zu bekommen, falls du nicht vorher schon weißt, wann du zurückfahren willst; im EC Verona-München gab es letztes Jahr ganze ZWEI Fahrradstellplätze für den gesamten Zug (!)
- kriegst du in Italien nur online, NICHT am Schalter, weil das keine italienischen Züge sind, sondern ÖBB
- musst du also eigentlich vorher schon organisiert haben
- ist teurer
Regionalzug:
Nachteile:
- dauert länger
- je nachdem, wann du unterwegs bist, kann es eng werden mit Platz fürs Fahrrad (aber das ist ein Problem, was mir auch aus Deutschland nur allzu bekannt ist^^), günstig ist dann einfach NICHT am Wochenende und möglichst zu einer bescheuerten Uhrzeit (sehr früh z.B.)
Vorteil:
- ist billiger
- du kannst jeden Zug nehmen, egal wann
- von Verona aus war's recht entspannt, was das Umsteigen anbelangt, einmal am Brenner und dann nochmal in Innsbruck und - öhm - ich glaub, Rosenheim war's
- einmal 'ne internationale Fahrradkarte bis D gekauft in Italien, damit fährt dein Rad schon mal bis Thüringen; keine einzelnen für alle drei Länder kaufen, das ist teurer, aber die Italiener am Schalter sprechen ja in der Regel sinnvollerweise kein Englisch geschweige denn Deutsch, also drauf achten, eine internationale zu bekommen und keine italienische (bzw. auch am Automaten beim Selberlösen)
- entgegen der panikmachenden Aussagen der ÖBB-Schaffner konnte man an der Grenze problemlos das deutsche Ticket nachlösen, und ohne das Stück vom letzten Ösi- bis zum ersten dt. Bahnhof als Schwarzfahrer zu gelten
Fazit: Die Informationspolitik sowie das Verhalten der italienischen und österreichischen Bahner war inkompetent bis unfreundlich, aber geklappt hat letztlich alles problemlos ... natürlich erst, als die Entscheidung für die Regionalzüge gefallen war, nachdem ich erst einmal herausgefunden hatte, dass ich ohne vorher gebucht zu haben und ohne Internet in Italien kein FAHRRADticket für den EC mehr bekomme SELBST, WENN DIE PLÄTZE FREI SIND (!!!), einfach, weil sie es nicht vor Ort verkaufen, am italienischen Bahnhof nicht, weil es Ösi-Züge sind, und im Zug selbst (was die Italiener am Schalter behaupten) nicht, weil sie dazu keine Befugnis / Lust haben.
(Und was nützt mir ein eigenes Ticket, wenn mein Radl nicht mitdarf^^)
Von daher: FAHR BAHN UND DU ERLEBST WAS!
- Netterweise gibt es ja stets 'ne Menge mitreisender Leidensgenossen, mit denen man sehr schnell ins Gespräch kommt, an Unterhaltung mangelt es dir daher auf 'ner Alpenüberquerung mit Rad IM ZUG sicherlich nicht, ich hatte letztlich sehr viel zu lachen an diesem skurrilen Tag

Von weiter südlich würde ich in Zukunft darauf achten, rechtzeitig einen EC-Platz zu reservieren, aber von Norditalien ist mit Regionalzug wirklich gut und günstig machbar