Hallo Stephan!
Der Lötfehler dürfte vorher sichtbar gewesen sein, wenn jemand das Kotblech zum Überprüfen ausgebaut hätte, zumindestens vermute ich das. (Der Fehler lag an der Innenseite.) Ein Problem dabei: Kannst du dich vielleicht auch erinnern, was für ein Müll damals (1970-er) alles als Rad verkauft wurde? Damals wurden jämmerliche Qualitätskriterien angelegt, ein Rad war damals etwas für Arme und Kinder, und Radfahrer wurden nicht ernstgenommen, weder als Kunden noch als Verkehrsteilnehmer. (Und vielleicht war der Spalt auch vom Lack überdeckt, daran kann ich mich nicht mehr erinnern.)
Selbst habe ich in den 90-ern ein interessantes Rad nicht gekauft, weil der Rahmen an einigen Stellen schlampig geschweißt war. Der Unfall meines Bruders hatte noch lange danach Verhaltensänderungen ausgelöst. Aber in den 70-ern hat jeder nach dem Motto "Wird schon irgendwie gehen!" agiert, und sich nichts gedacht. Bessere Qualität war auch kaum zu bekommen, zumindestens für Studenten mit entsprechendem Budget nicht.
Ein Riss quer durch den Gabelschaft, ganz weit unten an der üblichen Stelle, dürfte vorher allenfalls durch Spiel oder Schwergängigkeit im Steuersatz erkennbar werden, oder? Hineinschauen geht ja nicht ohne Ausbau, und ohne Verdacht würde ich nichts zerlegen. Die Gabel dürfte wie der Rahmen High Ten-Stahl gewesen sein, das Rad war nicht gerade von der besten Sorte. Da sollten materialmäßig eigentlich genug Reserven vorhanden sein, da haben sie ja nicht die Festigkeit ausgereizt bis zum Letzten.
lg! georg