Zitat:
...zumindest einen teil des textes (den über den gürtel und die stadtbahnbögen) schon einmal (fast) wörtlich genauso im standard gelesen und mich damals schon schwarzgeärtert hab, weil er nicht nur hämisch, sondern schlicht gelogen ist.


Hallo Nantke!

Keine Ahnung unter welchem Blickwinkel wir beide in Wien Rad fahren. Dass der Radweg am Gürtel im Zick-Zack geführt wird - mal ganz aussen (beim Westbahnhof), mal auf der alten 8er-Trasse, mal auf der inneren Gürtelseite, ist nicht gelogen sondern Wahrheit, ist Realität. Faktum ist zwar, hier irrt die/der SchreiberIn (Uli lässt leider nicht auf die oder auf der rückschliessen), dass es unterhalb des Westbahnhofs zum Wiental hinunter auch den Radweg gibt: den jedoch findet nur, wer eingeweiht ist, weil so gar nicht erkennbar ist, wie der unterhalb der Mariahilfer Strasse weiter verläuft, wenn mensch von der Felberstrasse am Westbahnhof vorbei, runter kommt.

Betreffend der im Artikel ebenso kritisierten Opernkreuzung (wie auch anderer Radfahrunbillen) empfehle ich Dir hier zu klicken: http://reflex.at/~citybiker/main.html, dort dann auf Bilder und Kärtner Strasse. Da kannst Du Dir dann überlegen, wie Du den Radweg legal in Richtung Kärntner Strasse verlassen kannst. Ganz zu schweigen von den ständigen Rad-Mensch-Vermengungen gerade in diesem Bereich.

Wie ich schon in meinem Leserinnenbrief schrieb: sachlich hat Uli Glauber mit der Kritik am Wiener Radwegsystem voll und ganz recht. Die Radwege sind mehrheitlich schlicht eine Katastrophe und (gemein-)gefährlich.

Ich fahre seit meiner Kindheit in Wien rad (also schon ein paar Jahrzehnte ;-), den einzigen Unfall in den letzten ca. 25 Jahren hatte ich letzten November: auf einem Radweg. Genauer gesagt: auf einer Radüberfahrt, als mich ein so dämlicher Outler über den Haufen fuhr, noch dazu als ich schon vor seiner Schnauze war.

Nachgewiesen ist in Studien, dass Radwege das Unfallrisiko erhöhen und nicht senken, insb. an Kreuzungen.

Es gibt nur ein Mittel dagegen: Abschaffung der Radwegbenützungspflicht. Du kannst dann gerne auf den von Dir geforderten Radwegen, die "bessere" Gehwege sind, weiter fahren. Ich für meinen Teil bevorzuge die normale Fahrbahn. Dort fühle ich mich sicherer.

BTW: Die Radwegbenützungspflicht abzuschaffen hätte dann noch den Vorteil, dass es zu einem "Wettbewerb" kommen könnte, dem sich die StadtplanerInnen zu stellen hätten: Wenn die Radwege nicht benützt werden, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass sie unbenützbar sind.

Und ein letztes BTW: Über den Grünen Herrn Bezirksvorsteher kommt mir entweder nur ein gequältes Lächeln oder ein mattes Gähnen aus.

lg
Elisabeth