Lieber Volkmar,
leider klappt es nicht am 5. Juni, ich werde den ganzen Tag Prüfungen abnehmen müssen.
An den letzten Wochenenden habe ich mal wieder den Norden von Budapest angesteuert und zwei Ausfahrten aus Budapest unter gpsies.com ins Netz gestellt (Budapest_Dunakeszi, Budapest_Szentendre Nord), die für ungarische Verhältnisse radfahrerfreundlich sind.
Da ich selbst kein GPS-Gerät besitze, habe ich die Strecke anhand der Landkarte zusammengeklickt, sie wird also nicht immer ganz hundertprozentig nachzufahren sein. Die von Dir gewünschte Strecke ist gut befahrbar, abgesehen von den nicht oder schlecht abgesenkten Straßenüberquerungen des Radweges.
Der avisierte neue Radweg entlang der alten Hauptstraße 2 existiert auf einer Länge von etwa 2 km, er beginnt im Nichts(hat also keinen Anschuss an das Budapester Radwegenetz) und endet im Nichts, mit eine Schild "Radfahren verboten". Wie üblich gibt es an solchen Stellen keinen Hinweis auf eine Ausweichmöglichkeit- es gibt auch keine- also werden solche Schilder von mir -bisher ohne Bußgeld- großzügig ignoriert

Für alle, die nach Budapest fahren wollen und von einer Donauseite auf die andere wollen: die Brücken von Nord nach Süd:

Zusammengefasst: zu empfehlen sind die Árpádbrücke und die Lágymányosi Brücke, mit Einschränkungen noch die Margarethenbrücke. Wer es genauer wissen möchte, hier etwas konkreter, aber auch langweiliger

1.Eisenbahnbrücke zwischen Aquincum und Újpest: bestehender Radweg aus unerfindbaren Gründen voll gesperrt
2. Árpád-Brücke: Radweg existiert auf der Nordseite, ist auch ausgeschildert, Abzweig zur Margaretheninsel auf dem Radweg möglich.
3.Margit-Brücke: kein Radweg, aber wgen dem hohen Verkehrsaufkommen bietet es sich an auf dem Fußweg zu fahren. Wer auf die Margaretheninsel möchte sollte die nördliche Seite wählen, dort gibt es aber auch ziemlich viele Fußgänger.
Wer von einer Seite zur anderen möchte ,sollte den Fußweg auf der südlichen Seite wählen, keine Straßenquerung und weniger Fußgänger
4.Széchényi-Kettenbrücke: Auf der Fahrbahn Radfahren verboten, der Fußweg ist äußerst schmal, durch die Brückenpfeiler auch etwas verwinkelt, außerdem viele Fußgänger, mit Gepäck quasi unmöglich
5.Erzsébet-Brücke: kein Radweg, starker schnell fließender Verkehr, keine Möglichkeit auf dem Fußweg zu fahren, da dieser nur über Treppen zu erreichen ist
6. Freiheitsbrücke (Szabadsághíd): Hier wird zur Zeit gebaut, die Autostraße ist komplett gesperrt, es ist immer auf einer Seite ein Fußweg offen, allerdings sehr beengt, wenn sich zwei Fahrräder begegnen(was wegen der Fußgänger schon kaum möglich ist) muss mindestens einer absteigen (es sei denn, beide fahren mit Rennlenkern)
7.Petöfi-Brücke: Viel Verkehr auf der Fahrbahn. Von Buda her kommt man auch auf beiden Seiten gut auf den Fußweg, der (bis auf die Abendstunden, wenn am Donauufer die Unterhaltungsstätten öffnen) auch nicht von Fußgängern frequentiert ist. Auf der Pester Seite muss man jedoch über Treppen, nicht sehr steil, immer nach 5 Stufen kommt ein kleiner Absatz, d.h. ohne Gepäck kein Problem, mit Gepäck allerdings
8. Lágymányosi Brücke: gut ausgebauter Radweg existiert, auch eine Ausschilderung ist vorhanden, möglicherweise ist die Streckenführung der Anschlusstrecken etwas verwirrend, da immer irgendwelche Straßen gekreuzt werden müssen, aber mit ein bisschen Aufmerksamkeit ganz gut zu fahren.
9. Südliche Autobahnbrücke M0 zwischen Nagytétény und der Csepelinsel: Radweg existiert, die Auffahrt zum Radweg führt auf etwa 100 m über Schotter, biegt dann nach rechts ab und geht dann auf roten Betonziegeln weiter (an einer Stelle ein großes Loch, wo die Betonziegel fehlen, das fast die ganze Breite des Radwegs einnimmt- Vorsicht ist geboten.
Auch über die kleine Donau, den östlichen Arm gibt es über die Autobahnbrücke einen Radweg zwischen Szigetszentmiklós und Dunaharaszti. Allerding besteht keine günstige Verbindung parallel zur Autobahn. Am günstigsten ist es von der Bücke über die große Donau kommend nach rechts abzubiegen, weiter auf dem Radweg durch den Ort Lakihegy, dort wo am Ortsende Radio-Sendemasten zu sehen sind nach links, auf einer nicht so stark befahrenen Asphaltstraße, immer geradeaus durch Szigetszentmiklós, bis man auf die kleine Straße parallel zum Ufer kommt, dort wieder links. Diese Straße quert später die Schienen der Vorortbahn, wer in Richtung Süden weiter will, kann auf einem Fußweg parallel zu den Schienen schon nach Dunaharaszti gelangen und muss nicht weiter in Richtung Norden bis zur Autobahnbrücke.

Allen Ungarn-Fahrern viel Spaß!