Hallo,
ich wollte vor kurzem mal eine Radtour zu Reisalpe von St. Pölten aus machen und wieder zurück. Da in den normalen Wanderkarten nicht eingezeichnet ist, welche Forstwege nun frei sind und welche nicht, habe ich erst vor Ort festgestellt, das ich eigentlich unten auf dem Traisenradweg im Tal bleiben müsste. Bin dann trotzdem hochgefahren und auch aufgehalten worden und durfte nach langer Diskussion schiebend weiter mit dem Hinweis das es übel für mich ausgeht, wenn mich der Förster erwischt. Da macht es einfach keinen Spaß mehr.
Die Wege waren breite, befestigte Forstwege auf denen auch Wanderwege ausgeschildert waren. Ich hätte aber auf der Stichstraße mit den Autos hoch und wieder runter müssen, statt der schönen Rundtour.
Der Bauer selbst meinte übrigens, das er auch für die Änderung dieser Regel sei, weil er dann nicht mehr verklagt werden könnte. Die Diskussion war sehr sachlich.
Natürlich hast du recht, es gibt auch auf der Radlerseite falsches Verhalten (wie überall) und die eine oder andere Behinderung wird es auch geben, das ist doch aber in anderen Ländern nicht anders. aber nur in Österreich scheint das irgendwie ein Problem zu sein.
Offensichtlich hat die Wald- und Jägerlobby ihre Interessen gegenüber den anderen durchgesetzt. Klarer Fall, wenn man für jeden freigegebenen Kilometer 218€ bekommt, dann erlaubt man das natürlich nicht freiwillig:
Radeln auf ForstwegenÖsterreich mit dem Rad zu meiden wäre jetzt natürlich übertrieben, es gibt zahlreiche sehr gute Radwege und Strecken die freigegeben sind. Meist gibt es auch keine Probleme auf anderen Strecken und wer mit dem Schandmal des "illegalen Bikers" leben kann, der findet noch mehr geniale Touren.