Hallo Falk,

ich danke Dir und allen anderen für die vielen Antworten. So recht sehe ich meine Argumente nicht entkräftet, höchstens ein wenig angekratzt.

Ich bin ein popeliger Hobbyfotograf, der auch mal das eine oder andere sehr gute Bild zu Stande bringt. So leuchtet mir nicht ein, warum man nicht die Bilder in "Knippsfolge" zeigen soll, ich habe meistens ein recht interessiertes Publikum, dem ich auf auf der Landkarte das eine oder andere Bild erläutern muss, es käme mir da komisch vor, innerhalb weniger Fotos von Nord nach Süd zu wechseln. Schließlich will ich ja den Verlauf der Route ein wenig nachvollziehen. Ausserdem sind die Bilder vom Labor bereits durchnumeriert, so dass sich das einfädeln dadurch besonders einfach gestaltet. Tante Elfriede finde ich recht leicht, wenn ich mal 10,20 oder gar 30 Dias durchblättere. Denn wo ich sie "aufgebockt" grins habe, weiß ich auch nach Jahren noch ungefähr.

Was den PC angeht, sind wir sehr gegensätzlicher Meinung, für mich ist das Ding immer mit Arbeit verbunden. habe auf Arbeit genug damit zu tun, aber nur als dummer User. Spass macht mir höchstens, im Forum mal dummes Zeug loszulassen oder Reiseinfos im Internet zu suchen. In der guten Stube hat das Ding bei mir nix verloren, da wirkt es einfach viel zu ungemütlich. Auch daher rührt meine Ablehnung der Digitalfotografie. Mir selbst mal Urlaubsbilder am Pc anzuschauen, fände ich nicht schlimm, aber niemals in Gegenwart anderer, das ist für mich ungemütlich und "kalt".

Ich habe mit der Dia - Fotografie erst 1998 angefangen und mache meist größere Touren, so dass ich anhand der Magazinbeschriftung, das Datum wenigstens auf den Monat genau eingrenzen kann, verbunden mit Tagebuchaufzeichnungen komme ich auch bei vielen Bildern auf den Tag.

Letztes Jahr war ich 4 Monate in Neuseeland, habe dort fast 800 Dias verknipst, von denen ich 300 weggeworfen habe. Das war mit großen Schmerzen verbunden, weil sie fast alle gut waren, einige zwar doppelt vorhanden, wenige verunglückt. Aber wer soll sich 800 Bilder angucken, ich mute dem Publikum mit 500 schon enorm viel zu, aber dafür waren es eben 4 Monate und die Vorträge kamen gut an, es ist keiner eingeschlafen. Hier sähe ich den einzigen wirklichen Vorteil der Digitalen, man kann sich seine Vorträge basteln und archiviert die restlichen Bilder irgendwo, und hat sie sehr schnell wieder parat. Aber deswegen model ich nicht meine ganze Technotronik um und kaufe mir einen Haufen Computerzeugs. Und zweigleisig zu fahren, ist mir zu anstrengend. Hinzu kommt, dass ich nur über sehr begrenzte PC - Kenntnisse bzw. - interessen verfüge, mir dadurch schnell mal einen Virus einfange, oder ein Programm abschieße. Deswegen ist der PC, sicher nicht nur für mich, ein "unsicherer Kandidat"!

Sorge macht mir nur die Tatsache, dass das Dia irgendwann auf Grund sinkender Nachfrage ein ähnliches Schattendasein fristet, wie heute schon die Schwarz - Weiss - Fotografie. Das heißt, das es unverschämt teuer und schwierig zu beschaffen sein wird. Das hätte es nicht verdient und ich wäre so genötigt, gegen meinen Willen umzusteigen.

Es grüßt Euch ein wenig zerknirscht der Peter