Eine Bemerkung noch zu Hilleberg, diese Firma ist v.a. in Deutschland und von Globetrotter lange Jahre als das "No plus ultra" hochstilisiert worden.
Ich gebe dir völlig Recht; um Hilleberg wird zu viel Kult (inklusive Personenkult um "Bo") betrieben. Auch bei Transa, die leider in der Schweiz fast das Alleinvertriebsrecht für Hillebergzelte haben, habe ich gemerkt: Hilleberg ist mächtig und Hilleberg ist heilig. Da ist ein Kunde, der an seiner Kritik festhält, neben den Schuhen und versteht Hilleberg nicht. Nun, ich werde vorläufig unbequem und hartnäckig bleiben. Ich lasse mich nicht damit abspeisen, dass Hilleberg befunden hat, das Zelt sei in Ordnung. Ich besteh drauf, dass Transa das Zelt draussen aufstellt und die Wirkung bei feuchten Bedingungen sieht. Schliesslich haben sie mir das Zelt verkauft, und wer mir ein Zelt verkauft, das einen Mangel hat, hat diesen Mangel zu beheben, das Zelt gegen ein neues einzutauschen oder das Zelt gegen Geldrückgabe zurückzunehmen. Das Schweizerische Obligationenrecht gilt auch für Transa. Hierzu habe ich interessiert auf ihrer Internetseite gelesen, dass der Hersteller entscheidet, ob ein Mangel vorliegt oder nicht. Das hat mich etwas amüsiert, denn schliesslich ist die Beurteilung, ob ein Mangel vorliegt, eine objektive, egal, was der Hersteller sagt. Zweck eines Zeltes, das als Zelt für nordische Witterungsbedingungen verkauft wird, ist meiner Meinung nach, dass man im Zelt trocken bleibt, auch wenn die Umstände feuchte sind. Ist das Zelt so geschnitten und verarbeitet, dass das Aussenzelt nicht so abspannbar ist (ich habe nachgeschaut: bei Nallo kann man tatsächlich das Fussende "hochkrempeln" und besser spannen - beim Nammatj leider nicht), dass es das Innenzelt nicht berührt, dann ist das wohl ein Mangel, oder ich heisse Fritz.
Der Rat bei Transa, ich müsse halt das Zelt nachspannen, wenn es feucht wird, ist ja sehr erbaulich. Ist ja logisch, dass ich, wenn die Sonne untergeht, das Zelt nachspannen muss, und am morgen dann wieder ein wenig lockern. Nur: Bei einem Billigzelt nehme ich in Kauf, dass ich bei Regen nachts Probleme kriegen könnte und mehrmals aufstehen muss. Bei einem Zelt der Preisklasse eines Hillebergs möchte ich wirklich nicht nachts alle zehn Minuten aufstehen, um zu schauen, ob ich vielleicht noch ein bisschen mehr nachspannen kann.
Ich denke, wie Dittmar und ex-4158, dass die Produktionsauslagerung nach Estland halt die entsprechenden Nachteile bzw. Qualitätsschwankungen mit sich bringt. Das war ähnlich bei Moss, die jetzt von MSR in China produziert werden. Früher waren Moss-Zelte tolle Zelte, heute hauen sie einen nicht mehr um. Nur der Preis ist der gleiche geblieben.
Ich werd es euch wissen lassen, wie die Geschichte weitergeht. Ich werde die Sache nicht auf sich beruhen lassen. Mal sehen, wer hier den Begriff des Mangels wie definiert. Auf jeden Fall merkt man auch hier: Der Händler will bloss verkaufen und seine Marge abkassieren. Wenn es dann Produktprobleme gibt, will er keine Verantwortung übernehmen und schiebt alles auf den Hersteller. Nach dem Motto: Hilleberg entscheidet allein; wenn Hilleberg "papp" sagt, dann ist papp. Der Verkäufer lamentierte schon darüber, dass er das Zelt einschicken musste. Das koste ihn 80 Franken, Hilleberg übernehme die Transportkosten nicht.
Bettina