Hallo!
Wie schon vor mir gesagt, jede/r reagiert anders auf Höhe.
Wenn wir in größere Höhen (also etwa über 3000 Höhenmeter, das wäre für mich spürbare Höhe bei uns zu Hause) gekommen sind, haben wir vor Bergtouren immer versucht, zumindestens 1x schon etwas höher zu schlafen. Am nächsten Tag hat so die Höhenanpassung wenigstens begonnen. (Deshalb haben wir z.B., wenn wir auf den Großglockner wollten, zumindestens im Parkhaus der Glocknerstraße übernachtet, das liegt auf 2400m. Zu Beginn waren wir dann recht schnell schlapp und weniger leistungsfähig, nach ein paar Tagen hat sich das gebessert.)
Wenn du beim Hinauffahren also in kleineren Schritten vorgehst, und etwas sensibel für deinen Körper bist, sehe ich kein Problem. Was ich nicht empfehlen würde, wäre, v.a., wenn du noch nicht weißt, wie du auf größere Höhen reagierst, in größeren Höhen gleich 1000 Höhenmeter oder so im Stück zu erkurbeln, v.a., wenn du dann oben auch schlafen musst und dem Körper damit keine echte Erholung geben kannst.
Die Sherpas im Himalaya, die bei Eypeditionen in wirklich großen Höhen arbeiten, gehen dabei nach dem Grundsatz "work high and sleep low" vor. Damit verringern sie natürlich die Höhenanpassung (die in so extremen Höhen ohnehin kaum mehr funktioniert), erholen sich aber im Schlaf besser.
Also kurz gesagt: Zum Anpassen in kleinen Schritten ansteigen und ruhig auch eher höher schlafen. Wenn du angepasst bist, beim Schlafen eher tiefere Plätze aussuchen, wenn es gerade geht. Und mit dir selbst Geduld haben. Mit Gewalt lässt sich in Höhen nichts erzwingen.
Am Rand: Vergiss nicht, dass du wegen der trockenen Luft in der Höhe viel mehr Flüssigkeit brauchst, als herunten. Das übersehen wir recht leicht, und dann hilft die beste Anpassung nichts!
lg irg