Hallo,

Ich war noch nicht oft längere Zeit bei Temperaturen unter 5°C unterwegs gewesen. Aber aus den bisherigen Fahrten muss ich noch einiges an meiner Winterausrüstung experimentieren, um bei tiefen Temperaturen warm zu bleiben. Unter 5°C habe ich nach einer Stunde Fahrt eiskalte Füsse, nach 2 Stunden habe ich trotz Windstoppermütze eiskalte Ohren, was dann auch sehr schmerzhaft ist, da die Kälte sich den Weg zum Kopfinneren bahnt. Bei Frost habe ich deshalb unter der Mütze noch ein Fleece-Stirnband auf. Bei noch tieferen Temperaturen und längerem Aufenthalt im Freien werde ich wohl um eine Sturmhaube nicht herumkommen, aber ich bin auch Brillenträger, so dass ich mich sicher mit dem Problem der Gläserbeschlagung auseinandersetzen muss.
Beim letzten Winterreiseradlertreffen hatte ich nach einer Fahrt von 77 km leichte Anzeichen einer Unterkühlung, Hände und Füsse waren taub geworden. Bei mir hängt es vor allem ab, wie lange ich bei tiefen Temperaturen unterwegs bin. Mit der kalten Atemluft selbst habe ich zwar keine Probleme. Aber ich denke, bei Temperaturen um -10°C und 30% Luftfeuchte - was ja schon mal vorkommt - sind sicherlich auch nicht das Gesündeste, wenn man bei Anstrengung zu viel durch den Mund atmen muss.
Den Effekt von brennender Luftröhre hatte ich selbst schon mal erlebt, als ich mal vor Jahren von einer mehrwöchigen Reise aus den Tropen zurückgekehrt war und mich wieder auf Frosttemperaturen umstellen musste. Das Einatmen von plötzlich eiskalter Luft bereitete mir Schmerzen in der Luftröhre, aber das gab sich nach einigen Tagen.
Bis jetzt kann ich noch meine Trainingsrunden fahren - aber langsam (1 1/2 Stunde für 27 km). Mal sehen, wie weit ich das noch in den Winter hinein ausdehnen kann.

Gruss Alex

Kilometerstand 52.041 km