Hi Martina,
das mit den abgeknickten Handgelenken überles ich mal dezent (ich erinnere: Arme, nicht Hände anwinkeln

), aber unabhängig davon zähle ich an meinem Rennlenker bis zu dem Punkt, an dem ich
auf den Bremsgriffen greife, und an dem Du unfairerweise eine Position zählst, mind. vier praktikable Positionen:
1. sehr eng, nah am Vorbau (stimme zu, dass diese Haltung besonders dazu verführt, die Handgelenke abzuknicken - und plötzliche Richtungsänderungen sollte man in dieser Haltung besser nicht vornehmen!)
2. mitten auf dem geraden Stück
3. am abknickenden Stück, mit Tendenz noch leicht nach innen (Richtung Vorbau/gerades Stück)
4. am abknickenden Stück, mit Tendenz Richtung Bremsgriffe
Gerade die beiden letztgenannten Positionen unterscheiden sich hinsichtlich der Auflagepunkte erheblich und ich finde beide sehr bequem.
Dann wäre da die Position auf den Bremsgriffen, auch sehr bequem. Wohlwollende Zähler könnten auch hier mind. 2 Positionen zählen, vorausgesetzt, die Bremskabel sind im Lenkerband verlegt und kommen nicht oben aus den Gummidingern raus: mit den Händen auf der Kuhle der Bremse (5.) oder auf dem "Knubbel", aus dem früher die Bowdenzüge ragten (6.).
Am Unterlenker habe ich persönlich (3T Forma 2) auch mind. 2 praktikable Positionen: Auf diesem
Bild z.B. sieht man "mein" Lenkermodell (nicht dass ich dieses Rad hätte...) und erkennt, dass es 1. eine der Hand entgegengewölbte "Beule" gibt, in der es sich wunderbar heimelig anfühlt (7.), und natürlich die Möglichkeit, ganz am Ende zu greifen, wo sich allerdings manche Leute störenderweise Lenkerendschalter montieren... (8.) (Es lebe der Unterrohrschalthebel

!)
Nicht extrem wohlwollend, aber auch nicht gerade rennlenkerfeindlich zählend komme ich auf mind. 7 (die Aufstellung bzgl. Oberlenker war vielleicht etwas zu rennlenkerfreundlich...

) längerfristig durchhaltbare Positionen.
Und ehrlich gesagt glaube auch ich nicht, dass der Rennlenker die Patentlösung für alle ist - aber ich bin fest davon überzeugt, dass viele nach einer zugegeben nicht ganz unproblematischen Eingewöhnungszeit begeistert wären. Denn nicht alles, was unbequem aussieht, ist es auch.
Liebe Martina, nix für ungut - ich will halt auch ein bißchen Werbung für das klassische Reiserad machen, weil ich in diesem Urlaub doch sehr traurig war, so wenige zu sehen...

... was ich auf Griechenlands holprigen Schotterpisten im letzten Jahr weitaus besser verstehen konnte als auf den gut geteerten Alpenstraßen in diesem Jahr.
Gruß
Antje