Moin Bernd,
Wer noch 26" fährt, kommt immer noch gut von A nach B ohne große Einbußen in der Lebensqualität.
das glaubt man eigentlich doch nur. So lange die Frage aller Frage immer noch nur mit 42 beantwortet werden kann, kann man auch nicht wirklich sagen, das man angekommen ist.

Wer 1,905cm Differenz im Radius (26" zu 27,5") bei sonst identischen Reifen spürt, schaut wahrscheinlich auch vor dem zu Bettgehen unter der Matratze nach, ob da evtl. sich ne Erbs o.ä. verlaufen hat...

Und wem 27,5" gefällt, der solls halt fahren, soll sich dann aber nicht beschweren, wenn es mal irgendwo im Outback eines deutschen Bundeslandes keinen passenden Ersatzreifen gibt... Zentralasien liegt doch schon gleich hinter Berlin...

Wer so neumodische Dinge gut findet, soll sie halt nutzen, soll aber nicht meckern, wenn dann nach ein paar Jahren etwas nicht mehr verfügbar ist...
Ich, wie auch Millionen andere Radler bleiben jedenfalls bei 26"/559er Rädern. Der Anteil der neuen Sondergrößen, wie 27,5", 650B, 29" usw., ist in Vergleich zur Summe aller Räder in D dermaßen gering zu 26/28", das es da sicher auch noch längere Zeit Teile für geben wird. Wer dann eine Felge mit karierten Maiglöckchen haben möchte, der musste auch früher schon ein bissl intensiver suchen. Wer aber nur ein einfaches Laufrad, mit Nabendynamo, mit einfacher VR-Nabe, oder HR-Nabe für Kettenschaltung, sucht, der wird und wurde schon immer schnell fündig (Lagerware, oder Standardbestellartikel).
Und nicht zuletzt das Nutzer-/Einkaufsverhalten sorgt für ein vermehrtes Aussterben von kleinen Händlern vor Ort, ein vermehrt eingeschränktes Angebot... Alle meckern dann, selber ändern wollen aber die wenigsten was an ihrem eigenen Verhalten. Das gilt auch für andere Warensegmente (Buchhandel z.B.).
Wenn denn irgendwann auch Onlinelieferung (und nicht nur Onlinebestellungen) möglich sind, dann wird es noch viel drastischere Änderungen im Einkaufsverhalten geben werden.