Das sehe ich ähnlich. Verkehrsschilder sind völlig untauglich und die Spitzensteigungen allein sind auch nicht sooo vielsagend. Ich schaue mir am liebsten Stiegungsprofile an. Bei quäldich sind mache zu fein aufgelöst. Da sind dann extreme Spitzensteigungen verzeichnet, die es in der Praxis gar nicht gibt, oder über die man, wenn es sie gibt, hinwegrollt (wie in der Serpentinenkehre). Seriös sind letztlich nur Zahlenvergleiche. Allerdings gebe ich Veloträumer insoweit recht, dass die Datengrundlagen hier teils erheblich differieren. Ein geglättetes Steigungsprofil, gewonnen aus einer GPS-Trackaufzeichnung mit barometrischer Höhenmessung ist aber schon sehr tauglich um Vergleiche anzustellen.
Wenn Veloträumer es verbal umschrieben haben will: Pässe, die LkW-tauglich sein sein sollen, liegen meines Wissens von der Steigung immer unter 10%, von kurzen Ausnahmen eventuell mal abgesehen. Der Nufenen-Pass ist hier ein gutes Beispiel, der ist fast durchgehend gleich steil und genau an diesem Limit angelegt worden. Der Vrsic ist eine alte Militärstraße, die etwas (aber nicht wesentlich) steiler sein durfte. Später hat man sie dann einfach asphaltiert. Die angsprochenen Straßen der Vuelta sind oft Sackgassen, bei denen es ursprünglich nur darum ging mit einem geländegängigeren Fahrzeug die Almhütte zu erreichen. Logisch, dass sowas noch steiler sein darf.
Noch ne verbale Beschreibung zum Wurzenpass: Ein Radfahrer, den wir auf dem Vrsic-Gipfel trafen, und der uns entgegen kam: "Ich hab schon 17 Alpenüberquerungen gemacht. Aber so ein Hammerding ist mir noch nie begegnet!"

Wir waren echt froh, dass der Wurzen nach Norden hin eher ein Hüpfer ist. Gleich am Anfang ist er aber auch mal ziemlich steil, mit dem Vrsic vergleichbar.