Hallo Uli,

irgendwie bin ich erst beim zweiten Lesen vorne im Thread gelandet. Und wie du dir vielleicht schon gedacht hast, geht es mir ganz genauso. Wenn mir das Zimmer nicht gefällt, treibt das meine Laune tierisch in den Keller. Dabei ist mir ein gefälliges Äußeres tatsächlich fast wichtiger als messbarer Komfort. Deshalb sind wir auch fast völlig davon abgekommen, Hotels im Voraus anzurufen, es sei denn wir haben einen aussagefähigen Prospekt o.ä. gesehen (deshalb sammeln wir unterwegs auch immer sehr eifrig Werbematerial). Im Zweifelsfall investieren wir lieber etwas mehr.

In unserem diesjährigen Deutschland-Urlaub hatten wir sehr viel Glück mit den Unterkünften. Keine einzige richtig schlecht und nur zweimal so lala, alle übrigen gut bis sehr gut. Und dabei waren Preise unter 70 Euro für das Doppelzimmer eher die Regel als die Ausnahme (wohlgemerkt, danach haben wir nicht gezielt gesucht..). Ein paar Ausreisser in Leipzig und Jena (wo offensichtlich alle guten und preiswerten Hotels weit außerhalb liegen) sowie in zwei oder drei überaus hübschen Romantik-Hotels waren zwar auch dabei, aber die waren ihren Preis im Prinzip auch wert.

Fazit: ich mag schicke Hotels und bin auch bereit, dafür zu bezahlen. Zelten macht in einigen Ländern Spaß (wobei wir uns auch in Zelturläuben gerne mal ein Kontrastprogramm leisten), in Deutschland mir persönlich nicht. Und im Preis-Leistungsvergleich zu Hotels finde ich zumindest in Deutschland sowohl Campingplätze als auch Jugendherbergen viel zu teuer. Wers nicht glaubt: auch auf nem Campingplatz zahlen zwei Leute mit Zelt problemlos 20 Euro, oft kostet die Dusche extra. Dafür habe ich weder Bett noch Stuhl und noch nicht gefrühstückt. Zudem liegen die Plätze oft so, dass man abends nirgends mehr zum Essen hingehen kann. Unser billigstes Zimmer mit Frühstück (mit allem Komfort, sogar Sofa) kostete 46 Euro.

Martina