Hallo Stefan,
zunächst auch von mir ein herzliches "Willkommen im Forum!"

Fangen wir mal mit einer forumseigenen Spezialität an:
Hallo Andreas, danke für den Tipp mit den Bildern, habe es
probiert, aber erscheint mir doch zu groß, da mache ich mir lieber die Mühe mit dem Link.
Es gibt auch User, die haben keinen Highspeed-Anschluß (soll es heutzutage echt noch
geben) und dafür wird die Datenmenge dann zu groß.
Anstatt dir Mühe mit Links zu machen, redziere doch bitte einfach die Auflösung der
eingestellten Bilder auf ca. 1000px. Auch mit der Diabildverkleinerungsgrundeinstellung
wird die Datendownloadgröße nämlich nicht mit reduziert und das Laden deiner Bilder hat
auf meinem Streichelfon (trotz automatischer Bildverkleinerung des eingesetztne mobil-
Browsers) ewig gedauert.
Und, ich teile Deine Meinung nicht ganz. Ich bin auch kein Weichei und bin auch den
Ereignissen so eingestellt, dass da kommen kann was will, stört mich nicht. Bei uns
Fallschirmjägern gab es immer einen berühmten Spruch, den ich immer wieder gerne
gebrauche: Denn hab keine Angst im finsteren Tal, denn der Finsterste im Tal das bin ich!
Aber:
Gerade wir, die keine Angst haben und Erfahrungen gesammelt haben, gerade wir sollten
doch den Einsteigern und denen die sich sorgen vor so einer Reise Tipps geben, oder
meinst Du nicht.
Und wenn dann doch mal etwas passiert, dann wäre ich froh, wenn irgendeiner die Nummern
findet und zu Hause meine Frau informiert, wenn ich irgendwo im Koma liege. Wer weiß wie
lange.
So ganz grundsätzlich sehe ich die Sache auch eher wie Andreas, borstolone und hyggelig.
Glaubst du wirklich dass die Thematisierung von teils sehr hypothetischen Risiken
möglichen Neulingen wirklich die Lust am Radreisen vermittelt und ihnen die Angst nimmt?
Es gibt nun mal verschiedene Typen von Menschen und die Leute, die das ganze Sammelsurium
deiner Bedenken teilen, sind wohl bei einem Pauschalreiseanbieter mit Club-Hotel und
"Full-time-Bespaßung" besser aufgehoben.
Mein Tipp fürs Radreisen: Einfach losfahren und den Verstand nicht völlig zu Hause lassen.
Was den ICE-Aufkleber betrifft: Meines Erachtens ist dieser Zettel in deinem Portemonaie
besser aufgehoben, denn das hast du voraussichtlich auch im Alltag eher mit dabei. Selbst
wenn du 50m vor der Haustüre angefahren wirst, ist den Rettungsleuten deine Identität
nämlich in der Regel erstmal nicht klar. Trotzdem fallen mir spontan keine Fälle ein, wo
Schwerverletzt auftauchen, von denen keine Angehörigen ausfindig gemacht werden konnten.
Sollte mal bei einer Bekannten nachhaken, die im Krankenhaus arbeitet.
Und ganz praktisch: Tesaband und Dauerregen vertragen sich nach meiner Erfahrung nicht so
wirklich dauerhaft gut miteinander, gehe mal davon aus, dass über kurz oder lang Wasser
unter dem Packerl landet und die Schrift verwischt.
Den gleichen Spaten habe ich übrigens auch (war der von PEARL?) und sogar auch schon mal
mit im Radurlaub gehabt (da fuhr er aber in einem dieselmotorgetriebenen Fahrzeug mit).
Ich habe ihn jedoch nicht wirklich gebraucht und m.E. ist das Ding schon ziemlich schwer
(im Verhältnis zur bescheidenen Größe). Mir fallen eigentlich nur drei sinnvolle
Einsatzzwecke für so ein Teil ein:
1) um ein Feuer zu machen und die Feuerstelle nachher wieder verbuddeln zu können. Mag
für Wildcamper eventuell relevant sein, aber nur sehr wenige Radreisende machen wohl
überhaupt ein offenes Feuer und wenn ja, dann muss die Feuerstelle nicht unbedingt
angelegt werden.
2) Um in einem richtigen Schneegebiet in Schnee eine Notunterkunft zu bauen. Sollte
Radfahrer auch nur im Extremfall tangieren und da ist die Schaufelfläche m.E. deutlich zu
klein.
3) Um bei Starkregen eine Rinne um das Zelt zu ziehen, so dass Oberflächenwasser nicht
unter das Zelt läuft. Dies kann man ggf. aber auch mit anderen Utensilien wie Bechern
bewerkstelligen und bei einem hochwertigen Zeltboden mag es gar nicht nötig sein. Auch
das Mitdenken vor dem Aufstellen des Zeltes hilft hier.
Fazit: Für 98% der Reiseradler ein überflüssiger, aber recht schwerer Ausrüstungsgegenstand, der verzichtbar ist.