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#7421 - 04/08/02 06:53 PM falsche Bikewahl
Olaf
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Hallo,

ich habe mir letztes Jahr voller Stolz ein Koga World Traveller gegönnt und war der Meinung ein absolut geniales Teil zu haben. Doch ich fühle mich auf dem Bike einfach nicht wohl. Habe schon so manche Sattelkombination mit verschiedenen Vorbauten etc. getestet und komme immer wieder zum selben Ergebnis "Ich habe mich einfach verkauft".

Ich würde geren wissen ob man so ein relativ teueres Bike wieder verkauft bekommt zu einem vernünftigen Preis oder ob man es besser behalten sollte.

Ciao Olaf
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#7424 - 04/08/02 07:29 PM Re: falsche Bikewahl [Re: Olaf]
outbikingalex
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Hi Olaf,

probiere es hier einfach hier im Forum oder mal bei ebay zu versteigern. Manchmal (!) erzielt man erstaunliche Preise.

Viel Erfolg

outbikingalex

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outbikingalex
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#7434 - 04/08/02 09:04 PM Re: falsche Bikewahl [Re: outbikingalex]
Berliner
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bei ebay hast du nur das Problem, daß du es dann auch weggeben mußt, egal welchen preis es erzielt, das ist ja das risiko und das spannende eienr versteigerung......

Gruß Daniel
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#7452 - 04/09/02 06:42 AM Re: falsche Bikewahl [Re: Berliner]
outbikingalex
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Das stimmt natürlich, ist aber das Risiko jeder Versteigerung. Man kann nur in den sauren (teureren) Apfel beißen und ein höheres Mindestgebot verlangen.

Oder: Kleinanzeige!

outbikingalex

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outbikingalex
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#7455 - 04/09/02 06:58 AM schwierig, schwierig [Re: Olaf]
Ina
Unregistered
Hallo,

ich fürchte das wird nicht einfach werden. Ich versuche seit einiger Zeit auch ein gutes Radel (kein High-Tech, aber doch ein solides Standardrad) zu verkaufen. Meistens kriegt man zu hören, was sooooooo viel für ein gebrauchtes Rad, dafür bekomm ich doch im Baumarkt ein neues.......

Naja, du hast immerhin den Vorteil kein Standardrad loswerden zu wollen.

Bei Ebay würd ich´s als letztes versuchen, da bekommst du wahrscheinlich nicht mehr viel dafür. Da gehen € 1500,.-Räder für so ca. € 250,- übern Tisch, zum Teil sind das nagelneue (und wahrscheinlich irgendwo vom LKW gefallene) Räder.

Ich glaub ich würd hier anfangen, unter der Rubrik Marktplatz.........

lg, Ina
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#7459 - 04/09/02 07:09 AM Re: falsche Bikewahl [Re: Olaf]
Thomas Rainer
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Hallo Olaf,

vielleicht bist Du mit zuviel Euphorie an das Koga gegangen und hast erwartet, dass bei dem Superrad von Anfang an alles passt.
Das ist eigentlich nur sehr selten der Fall. Und da kann auch das Rad nichts dafür. Selbst an maßgefertigte Rahmen muss man sich erst gewöhnen.

Ich denke:
Wenn Du ein gutes Rad wie das WT nicht zum passen kriegst, hast Du ein echtes Problem (Liegerad ausgenommen). Denn was soll denn bei einem anderen Rad besser oder anders sein, in welchen Kriterien soll es sich denn vom WT unterscheiden?
Ohne das zu wissen, brauchst Du Dir eigentlich kein anderes zu kaufen. Und wenn Du diese Kriterien kennst, kannst Du sie beim WT nach Deinen Bedürfnissen ändern.

Deshalb mein Rat:
Mach nach dem ersten Schnellschuss (Kauf) nicht gleich wieder einen (Verkauf).
Ein Fahrrad, das annähernd von der Rahmenhöhe passt, kann man immer anpassen.
Das beste ist, Du nimmst Dein „altes“ Rad, auf dem Du Dich wohlgefühlt hast oder eins, das passt (beim Händler probieren), und überträgst die Haltungs-Geometrie auf das Koga:
Fixpunkt ist immer das Tretlager.
Du fällst das Lot von Mitte Tretlager nach oben bis zur Sattelhorizontalen. Nun schlägst Du einen 90 Grad Winkel und misst die Entfernung zur Sattelspitze.
Die genaue Sattelposition in Beziehung zur Tretlagermitte ist gefunden.
Die gleiche Prozedur machst Du jetzt beim Koga und stellst die Sattelposition danach ein.

Lenkerposition genauso.
Dann ist die Sitzposition absolut identisch.

Wenn Deine Position immer noch anders zu sein scheint, sind das oft optische Faktoren ( z.B. Vorbaulänge, Blick auf Vorderrad usw ) oder einfach Psychologie. Aber objektiv sitzt Du gleich.

Natürlich variiert auch die Rahmengeometrie von Rad zu Rad. Aber wenn Du nicht gerade von Hollandrad auf Slalomgeometrie wechselst, wirst Du Dich schnell dran gewöhnen. Das hat jeder bei einem Radwechsel.
Achte auch auf die Kurbellänge. Vielleicht differiert die stark zu Deiner alten Länge. Ebenso das Übersetzungsverhältnis.

I
Kopf hoch und gib dem WT noch eine Chance.

Falls nicht: Rahmenhöhe, Preisvorstellung?

Thomas

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#7464 - 04/09/02 07:31 AM Re: falsche Bikewahl [Re: Olaf]
Wolfgang M.
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Hallo Olaf,

dem Rat von Thomas ist kaum etwas hinzuzufügen. Auch bei einem speziell für dich angefertigten Rad ist es erforderlich Vorbaulänge und -neigung sowie die Sattelposition anzupassen. Wichtig ist, daß die Rahmenhöhe stimmt. Die Geometrie des Fahrrades wirkt sich ansonsten im wesentlichen auf die Fahreigenschaften aus (Geradeauslauf, Laufruhe auch bei ungünstiger Beladung, Flatterneigung bei hohen Geschwindigkeiten etc.), der Einfluß auf die Sitzposition wird m.E. häufig überschätzt.

In einer älteren Ausgabe der TOUR steht:" Die Rahmengeometrie ist für die optimale Sitzposition zunächst nebensächlich und in der Regel überbewertet, denn es gibt variable Anbauteile..." "Das Beste wäre oft, den Rahmen zu verhüllen, damit der Sportler die Geometrie nicht erkennt. Das macht nur unnötig nervös. Das einzig Wichtige ist die relativ richtige Positionierung von Sattel Pedale und Lenker." (TOUR 5/2000, ab S. 47; im Artikel wird eine Methode detailliert beschrieben, mit der man die optimale Sitzposition findet)

Du hast dir ein teures, feines Rad von einem namhaften Hersteller gekauft und Du müßtest eine ganz merkwürdige Körpergeometrie haben, wenn man das Rad nicht an dich anpassen könntegrins

Wenn also die Rahmenhöhe stimmt, gehe zum Fahrradhändler deines geringsten Mißtrauens und dann geht es an's Ausprobieren.


Viele Grüße

Woilfgang
Viele Grüße aus dem lieblichen Rheinland
Wolfgang
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#7465 - 04/09/02 07:32 AM Re: falsche Bikewahl [Re: Thomas Rainer]
jenne
Unregistered
Hi Olaf,
Kannst es ja mal im Tourforum versuchen. Bei Liegern scheint ein Verkauf im Netz fast leichter zu sein :-) (Liegeradforum A- und Verkauf , Hannos Gebrauchtliegeradliste ).
Ich sehe es ansonsten wie Thomas: Mit entsprechendem Vorbau und Lenker müsste es möglich sein den WT noch anzupassen. Woran liegt es denn genau? Sitzposition zu flach?
j.
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#7492 - 04/09/02 10:16 AM Re: falsche Bikewahl [Re: Anonymous]
Olaf
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Hallo Jenne,

für mein Empfinden ist die Sitzposition zu flach, so dass meine Arme stets ganz ausgestreckt sind. Des weiteren bräuchte ich wahrscheinlich den Lenker etwas höher, da mir immer die Hände einschlafen.

Ciao Olaf
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#7493 - 04/09/02 10:20 AM Re: falsche Bikewahl [Re: outbikingalex]
Olaf
Member
Topic starter
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Posts: 21
Verkauf ist die absolut letzte Lösung des Problems. Ich werde vorher alle möglichen und unmöglichen Versuche starten um mit meinem Wunschrad frieden zu schliessen.

Vielen Dank für die Tips

Ciao Olaf
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#7509 - 04/09/02 01:36 PM Re: falsche Bikewahl [Re: Olaf]
outbikingalex
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Hi Olaf,

bei meinem Verkaufsratschlag bin ich eher von Deiner aktuellen Einschätzung ausgegangen. Selbstverständlich ist Behalten immer besser und vor allem wirtschaftlicher!
Aus meinem Leben: meine erste lange Reise machte ich mit einem besch... Lenker und einem fiesen Sattel. Leider kam dann 5.500 km kein Radladen mit geeigneten Teilen :-(. Deshalb hab ich seitdem bei jedem neuen Rad erstmal 2-3 Vorbauten und verschiedene Lenkervarianten durchprobiert bis es endlich doch paßte. Und wenn Dein Rahmen nicht extrem unpassend für Deine Körpergöße und Schrittlänge ist (zB.: Du bist Du 2,10m groß), sollte es auf jeden Fall klappen.

Dranbleiben

outbikingalex


www.outbikingalex.de
outbikingalex
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#7515 - 04/09/02 02:46 PM Re: falsche Bikewahl [Re: Olaf]
jenne
Unregistered
Ist da ein Aheadset dran? Wenn nein, wird es kein Problem sein, den Lenker mit passendem Vorbau schön hoch zu bekommen.
Bei Aheadset sind die Möglichkeiten etwas eingeschränkter, aber auch dafür gibt es schon verstellbare Vorbauten. Zwischenringe gehen ja nur begrenzt rein, aber ein hochgebogener Downhilllenker plus steilstmöglichem Stummelvorbau :-) bringt auch schon etwas. Oder vielleicht dieser Yuma-Lenker?
Schlafen dir die Hände auch auf deinem alten Bike ein? Ist das viel aufrechter? Ein Rennlenker oder MTB mit Hörnchen sind von der Griffhaltung eigentlich besser als die Hände auf der geraden Stange MTB-mässig zu haben, aber damit ist ja meist eine eher flache Sitzposition verbunden...
Wenn es echt schwierig wird, biste mit neuem Rad evtl. doch besser bedient. Aber erstmal einiges durchprobieren, würde ich sagen.
j.
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#7582 - 04/10/02 11:22 AM Re: falsche Bikewahl [Re: Olaf]
Capt. Flint
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MoinMoin

Falls nicht schon geschehen und bekannt, schau mal hier nach, im Kapitel 18 Position:
http://www.smolik.de/technik/index.htm

Dort steht einiges zur "Artgerechten Haltung"grins
Auch sonst ist die Seite eine wahre Fundgrube für alle weiteren Sorgen und Nöte.

Capt Flint
Erstaunlich: Ändert man im dem Wort MAMA nur vier Buchstaben, wird BIER daraus
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#7584 - 04/10/02 11:46 AM Guter Link [Re: Capt. Flint]
Martin W.
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Hallo Käpt'n

vielen Dank für den Linkzwinkerzwinkerzwinker

Martin
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#7612 - 04/10/02 08:38 PM Re: falsche Bikewahl [Re: Olaf]
_Thomas_
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Hallo Olaf,
auch ich habe mir einen World Traveller S zugelegt, die aktuelle Version. Habe mir sofort einen anderen Sattel (Brooks) und einen verstellbaren Vorbau anmontiert, es gibt sie auch für Ahead. Habe bis jetzt 1500 km gefahren und mehrfach umgestellt aber bin wirklich zufrieden mit dem Rad. Bin sogar begeistert, es macht spaß damit zu fahren. Muss allerdings eingestehen, dass ich das Rad nur für relativ zügige Touren benutze, da bei gemütlichen Touren (14-16er Schnitt) der Druck auf die Arme tatsächlich zu groß wird (einschlafen der Hände usw.). Versuch doch mal den Sattel und Lenker auf die gleiche Höhe zu bringen, ist so eine Grundeinstellung, wenn man nicht so sportlich fährt, dann versuche doch mal den Sattel möglichst weit nach vorne zu schieben, so dass die Arme im Ellenbogen ein wenig eingeknickt sind. Ich bin überzeugt, wenn Du nicht wirklich wesentlich zu groß für das Rad bist, was eigentlich jeder gute Verkäufer hätte sehen müssen, bekommst du eine gute Einstellung hin.
Viel Erfolg beim probieren, wird schon!!
Gruß Thomasschmunzel
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#7616 - 04/11/02 05:40 AM Re: falsche Bikewahl [Re: Olaf]
Andy
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Moin, Olaf,
ging mir ähnlich mit dem Koga Randonneur. Mußte auch basteln, aber das ist bei meinem Rennrad auch nicht anders gewesen. Bin nun in der glücklichen Lage, sehr lange Arme und Beine zu haben, etwas Frauen untypisch, und meine Handgelenke sind auch nicht gerade sehr stabil. Habe den Lenker etwas höher gezogen, um den Druck zu reduzieren, der Sattel ist sowieso ganz zurückgeschoben, und zu guter Letzt habe ich neben die Schalt/Bremsgriffe (habe die YumaBrezel) die Biogrips geschoben, seitdem Null Probleme mit einschlafenden Händen oder schmerzenden Handgelenken. Jetzt suche ich noch einen anderen Sattel.....habe die Möglichkeit auszuprobieren ("Sattelfest" in Lübeck ist echt zu empfehlen, "Bike&Tour" auch) und sitze auf dem vierten....
Andy aus Lübeck
Andy They tell me the greatest wisdom of all is kindness
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#67264 - 12/25/03 11:14 AM Vom Lkw gefallen...(?) [Re: Anonymous]
HeinzH.
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"Bei Ebay würd ich´s als letztes versuchen, da bekommst du wahrscheinlich nicht mehr viel dafür. Da gehen € 1500,.-Räder für so ca. € 250,- übern Tisch, zum Teil sind das nagelneue (und wahrscheinlich irgendwo vom LKW gefallene) Räder." schrieb Ina.

Vom Lkw gefallen?: Die Hafengrandies* sag(t)en "Beute machen" dazu.....

Lästernde Grüße aus Hamburg,

HeinzH.


*Auf Hochdeutsch: Im Hamburger Hafen arbeitende "Fachkräfte für Lagerwirtschaft"
Demokratie lebt davon, daß sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen...
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#67277 - 12/25/03 12:11 PM Re: falsche Bikewahl [Re: Olaf]
wolfi
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Zitat:
Lenker (...) Hände einschlafen.

Was fuer eine Art Lenker ist es denn?
Sowohl ein gerader Mountainbike-Pruegel ohne Hoernchen als auch ein traditioneller Lenker ohne Umgreifmoeglichkeit sind immer schlecht, wenn man da empfindlich ist.
Bei einem Mountainbike-Lenker kommt noch dazu, dass die relativ breite Haltung ein Anwinkeln der Handgelenke erzwingen.
Hilfe koennte eventuell ein nach oben geschwungener 'Downhill'-Lenker bringen (die Bezeichnung fuehrt ein bissl in die Irre, man muss kein Downhiller sein, um solch einen Lenker zu fahren lach Er fuehrt nur gegenueber dem geraden MTB-Lenker zu einer aufrechteren Haltung, die eben bei Abfahrten das Risiko sich zu Ueberschlagen minimiert - kein Thema wenn man nicht senkrecht bergab faehrt lach zwinker ) oder Du probierst Bio-Grips aus. Die sind leider relativ teuer, aber ich finde sie bequem und hab die orange 'Race' Version an meinem Regensburger Rad. Bloed nur an den orangen, dass man jeden Dreck sieht, hab sie schon ein paarmal geputzt (ja, das ist albern zwinker cool ich weiss listig )
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#67278 - 12/25/03 12:17 PM Re: falsche Bikewahl [Re: ]
Wolfrad
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... Heinz hat da 'ne uralte Kiste ausgebuddelt, hatte wohl zu viel Zeit in seiner M-Station... Der Thread lief im April 2002.

Wolfrad

Edited by Wolfrad (12/25/03 12:20 PM)
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#67285 - 12/25/03 12:51 PM Re: falsche Bikewahl [Re: Wolfrad]
wolfi
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Stimmt, jetzt wo Du's sagst lach lach Seh ich's auch lach lach grins grins grins
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#67295 - 12/25/03 02:16 PM Re: falsche Bikewahl [Re: Olaf]
Anonym
Unregistered
Kürzerer Vorbau, evt. mit mehr Steigung
Sattel evt. einen cm nach vorn
Und Zeit lassen- jede neue Sitzposition fühlt sich erstmal etwas fremd an. Das geht mit sogar bei fast gleicher Position bei versch. Rädern so.
Gruß Jan
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#67325 - 12/25/03 09:19 PM Re: Vom Lkw gefallen...(?) [Re: HeinzH.]
Tally
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Ich dachte, die heißen Tallymänner. grins

hummelhummel
Tally
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#67328 - 12/25/03 09:54 PM Re: Vom Lkw gefallen...(?) [Re: Tally]
HeinzH.
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Hallo Tally,

ich glaube, es stimmt beides: Ich kenne den Begriff Hafengrandies (für Hafenfacharbeiter und Fachkräfte für Lagerwirtschaft) von diversen Seminaren der ver.di Quellgewerkschaft ötv, wo man/frau abends spartenübergreifend im "Bierkeller" klönte (und so weitergrins ).

Zu Tallymann hab ich einen Text im Netz gefunden:

Spartakus, der Tallymann:

Kinners, in der letzten Geschichte erwähnte ich kurz Spartakus Meier aus Rechtenfleth. Den Mann, den ich selbst zum ersten Tallymann der Welt ausbildete.

Dieser Spartakus Meier von seinen Eltern, dem Flickschuster Tabeus und dessen Frau Tabellaria, mit einem „kräftigen“ Vornamen versehen, war nur ein schmächtiger Mann, der aber eine einzigartige Begabung besaß. Er konnte zählen. Ja, ja, sagt nicht: Das kann ich auch. Klar könnt Ihr das. Sogar ich alter Zausel kann noch zählen. Aber dieser Spartakus Meier konnte unentwegt zählen! Ohne Pause und voll konzentriert. Erst als alter Mann - verwirrt durch die Liebe zu einer gewissen Gräfin Pilutti - ließ ihn diese Gabe im Stich. Denn bei der Berechnung von Unterhaltszahlungen für seine Frau versagte Spartakus erstmals. Und das zu seinen Ungunsten! Aber damals gegen 1760 war er ohne Konkurrenz.

Er, der den Beruf des Kopfschlachters auf Wunsch seines Vaters erlernen mußte, nur weil dieser so gerne Schweinsköpfe aushöhlte, und sie dann wie Jagdtrophäen im Hause präsentierte, wurde der erste Profischiedsrichterassistent Norddeutschlands - wenn nicht Europas.

Er zählte die Punkte beim damals berühmtesten Tennisturnier in Wimmbilden.

Er zählte die Tore in der Norddeutschen Hockey Liga (kurz: NHL) beim Eishockey, wenn sich die besten deutschen Mannschaften wie die Stotel Tigers und die Westerstede Icebears gegenüberstanden.

Oder beim Basketball, damals noch eine sehr junge Sportart, zählte er die Körbe, die geworfen wurden. Spartakus Meier soll sogar Trauzeuge des besten Basketballers aller Zeiten, Manni Johannsen, der bei den Hosermühlen Flyers spielte und von allen nur Magie genannt wurde, gewesen sein.

Das er für Magie Johannsen sogar vor jedem Spiel die Socken ausgewaschen hat, kann ich bestätigen, obwohl das natürlich für einen Schiedsrichterassistenten eigentlich nicht korrekt war, denn so verletzte er die Neutralität, die er bei einem Spiel zu wahren hatte. Aber zu seiner Ehrenrettung will ich gleich hinzufügen, daß seine Handlungsweise von den gegnerischen Mannschaften und dem Publikum voll gebilligt und auch erwünscht war. Jetzt erwartet Ihr natürlich eine Erklärung.

Richtig?

Und hier ist die einfache, aber grausame Erklärung: Magie Johannsens Socken und Füße stanken so erbärmlich, daß sich Gegner weigerten gegen die Hosermühlen Flyers anzutreten, ebenso strömten die Zuschauer voller Panik aus den Hallen, wenn Johannsen einlief.


Wenn sich unser guter Spartakus Meier nicht jedesmal geopfert hätte, mit einer großen hölzernen Wäscheklammer auf der Nase, Gottvertrauen und Selbstaufopferung, die fast einem Selbstmord gleichkam, und Magie Johannsens Socken ausgewaschen und sie anschließend mit Unmengen Parfum getränkt hätte, um so der Geruchsbelästigung Einhalt zu gebieten, wäre der Basketballsport im wahrsten Sinne des Wortes eingegangen. Warum kümmerte sich sonst niemand um Magies Socken, fragt Ihr?

Die Vereinswäscherinnen hatten ärztliche Atteste beigebracht, und sogar Johannsens Frau hatte dank eines verständnisvollen Arztes sich um diese heroische Tat bringen können. Und Magie selbst? Er hatte eine Waschmittelallergie. Was für ein Schicksal! Ich muß erwähnen, daß Spartakus´ Nase nur bedingt in der Lage war Gerüche aufzunehmen.

Wofür so etwas doch gut sein konnte!

In seiner Freizeit frönte Spartakus Meier seiner großen Leidenschaft dem Geldzählen, das er in einer intensiv zu nennenden Manier liebte, die Respekt einflößte. Wenn er unglücklich oder das Wetter schlecht war, öffnete er sein Portemonnaie und zählte zunächst seine Münzen und dann die Scheine.

Die Münzen sortierte und stapelte er, dann warf er wieder alles zurück und zählte es wieder. Das tat er manchmal fünf- bis sechsmal hintereinander. Und danach war er wieder vollkommen glücklich und strahlte über das ganze Gesicht.

Das Ende der sportlichen Karriere Magie Johannsens bescherte mir den besten und ersten Tallymann der Welt.

Denn als Spartakus Meier wegen einer schwerwiegenden Krankheit - ich glaube, er hatte einen dicken Pickel auf der Nase oder sonstwo, denn eitel war der Rechtenflether - ein Spiel aussetzen mußte, und sich niemand fand - auch nicht unter Androhung von Gefängnis oder Folter - Magie Johannsens berüchtigte Socken auszuwaschen, entschied sich der Schiedsrichter leichtsinnigerweise trotzdem das Spiel anzupfeifen.

Die Hosermühlen Flyers standen den Albstedt Allstars gegenüber, als das Publikum bereits nach drei Minuten Spielzeit das Feld stürmte und den sportlich so geschätzten Magie Johannsen mit Gewalt vertrieb.

Bei der Flucht vor den aufgebrachten Menschen, von denen während der Verfolgung einige wegen der enormen Geruchsbelästigung in Ohnmacht fielen, stolperte Magie und verletzte sich so, daß er den Basketballsport aufgeben mußte.

Und als der große Sportler schließlich auch noch aus seiner Heimat vertrieben wurde, fand eine einst große
Sportlerkarriere ein tragisches Ende.

Der arme Magie Johannsen wanderte von einem Winkel der Welt zum anderen, immer wieder von Mitmenschen verfolgt, die rücksichtslos und ohne Mitleid gegen ihn vorgingen. Erst in der Wüste Gobi, meilenweit von menschlichen Behausungen entfernt, fand er eine neue Heimat.

Übrigens: Versuche einer Firma für Geschmacks- und Geruchsstoffe den Duft der Socken industriell für die Pestizid-Herstellung bzw. als Zusatz zum Stinkerkäse zu nutzen, scheiterten nur an den hohen Investitionskosten für die Belüftungsanlage.

Von dem Schicksal Magie Johannsens ergriffen, hängte Spartakus Meier seine Schiedsrichterassistententätigkeit an den Nagel und wanderte wie sein alter Freund ziellos durch die Lande, bis ich ihn unter meine Fittiche nahm.

Denn im Hafenumschlag brauchte man Leute wie Spartakus, daß hatte ich schon früh erkannt. Denn die Güter, die gelöscht, geladen, ausgeliefert, angeliefert, ausgepackt oder gepackt wurden, mußten genauestens unter die Lupe genommen werden. Und das hieß nicht nur zählen, sondern auch messen, wiegen und evtl. Ladungspapiere anfertigen!

Auch auf Beschädigungen mußte geachtet werden, so wie es heute auch noch ist. Denn auch schon damals mußten die Waren im einwandfreien Zustand ihre Empfänger erreichen. Die Versicherungsgesellschaften machten uns tüchtig zu schaffen, so daß ich darauf verfiel, die Tallyleute, die auch als Anschreiber, Checker oder Ladungskontrolleure bezeichnet werden, zu beeidigten Gütermessern zu machen.

Zuerst nannte ich den von mir erfundenen Beruf respektlos Sockenmann, dann aber änderte ich ihn aus humanitären Gründen in Spartakist ab - nach Spartakus Meier, versteht sich! Aber später setzte sich der englische Ausdruck tally durch, der für das Zusammenzählen und das Zusammenrechnen steht.
Wer kennt nicht das Lied von Harry Belafonte: „Hey, Mr. Tallyman, tally me banana.”

Eigentlich schade. Immerhin wurde die Bezeichnung Spartakist später von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht übernommen. So sind die großen Verdienste des guten Spartakus Meier, des ersten Tallymanns der Welt, leider etwas in Vergessenheit geraten.

Spartakus Meier war natürlich auch ein Meister der Statistik. Er lieferte die ersten ernsthaften Zahlen, die sich mit umgeschlagener Tonnage und Stückzahlen beschäftigten.

Dank der stinkenden Socken eines Sportstars und des beeidigten Gütermessers Spartakus Meier bekam Bremerhaven den Ruf eines äußerst zuverlässigen Hafens, von dem er noch heute profitiert.

So entstand der Begriff Tallymann und die erste Umschlagsstatistik wurde erstellt.

Oder so ähnlich.
Nicht wahr?


Lachende Grüße aus HH-Langenhorn,

HeinzH.

P.S. Ach so, hier die Quellenangabe.
Demokratie lebt davon, daß sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen...

Edited by HeinzH. (12/25/03 09:56 PM)
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