Persönlich habe ich das Prinzip, eine Radtour nur an einem Ort zu beginnen, den ich vorher schon mal per Rad erreicht habe.
Echt? Solche Prinzipien halte ich für nicht wesentlich. Die Welt ist dafür zu groß und ich habe zu wenig Urlaub. außerdem gibt es zu viele nicht sehenswerte Gegenden.
Also, ich glaube so kann man auch die Welt bereisen. 20 Urlaube mit ca. 2000 km und du bist schon beim Erdumfang - wenn auch nur gemäß Luftlinie.

Ich würde ein solches Prinzip auch nicht kategorisch aufstellen, aber grundsätzlich folge ich mittlerweile auch eher diesem Prinzip. Inseln betrachte ich dabei insofern als Anschlussgebiet eines Küstenortes, soweit diese naheliegend und ggf. im selben Land liegen - also wenn ich z.B. - wie im letzten Jahr - in Nizza aufs Schiff gehe, sehe ich es durchaus als Fortsetzung an, wenn ich in L'Île Rousse wieder an Land gehe. Und Nizza war ich ja vorher schon. Auf dem Festland ist das eh kein Problem. Mach ich eine Radreise von Deutschland nach Barcelona, kann ich beim nächsten Mal z.B. in Barcelona weiter durch Spanien radeln usw. usw. Wenn ich mal von den "unechten Radreisen" in der Karibik und der Andalusienreise absehe, haben alle meine sonstigen Radreisen einen Anknüpfungs- oder Schnittpunk mit einer anderen Radreise und bilden so letztlich ein lückenloses Netz bis zum Heimatort. Und Andalusien möchte ich irgendwann auch noch an mein Netz anbinden. Du musst dich natürlich von der Vorstellung verabschieden, das Orte nur per Bahn erreichbar sind - es soll auch noch andere Verkehrsträger geben, mit denen man Räder transportieren kann.
