Hallo Sammy,
das mit dem Tempo sollte eher ausdrücken, wie viel Spass er dabei hatte. Zumindest bei diesem Rad erforderte das "hohe Tempo" (Joggen, so fit bin ich schon noch

) eine in meinen Augen erstaunlich hohe Trittfrequenz.
Nach meinen Erfahrungen mit Kindern und jungen Jugendlichen (zur Übersicht: eine eigene Tochter, sechs Nichten und Neffen, wobei der schon vorher genannte der jüngste war) fahren die gerne eine hohe Trittfrequenz. Die "Bequemlichkeit" kommt erst später, oder gar nicht, wenn die Kinder Räder kriegen, die passen und eine vernünftige Gangschaltung haben.
Bei sehr leichten Rädern mit kleinen Laufrädern und sportlicherer Geometrie (Rennrad) ist der Effekt schon geringer, beim Kinderrad/Laufrad oder gar Roller mit seinen winzigen Rädern würde ich von solchen "Spielchen" stark abraten, das führt eher zum Sturz! Hast du mal Kinder beim Radfahren beobachtet? Ihr Lenken ist ein ständiges Gegenlenken gegen den Sturz, hat mit der Fähigkeit "Freihändigfahren" (und auch dem "Lenkimpuls") am Anfang gar nichts zu tun. Plötzlich und wendig ausweichen zu können ist anfangs auch nicht erforderlich, man freut sich ja schon, wenn das mit dem Kurvenfahren überhaupt klappt!
Also, ich sehe das aus genau dem Grund, dass sich Kinder (und auch lernende Erwachsene) gerne "am Lenker festhalten" und dadurch eine eher unruhige Fahrt veranstalten, deutlich anders. Plötzlich ausweichen zu können war zumindestens zur Zeit meiner Tochter eine der wichtigsten Fähigkeiten, wenn sie auf ihrem Fahrrad im Münchner Fußgängerverkehr durchkommen wollte. Da sind solche "Spielchen", wie du sie nennst, gerade die Übungen, mit denen Stürze in kritischen Situationen vermieden werden können. Gerade soetwas kann man übrigens SEHR gut mit Rollern üben.
Aber ich finde, dass wir jetzt schon zu weit von Roberts Ursprungsfrage weg sind, und daher mal diese Diskussion schließen sollten. Ich glaube ja eher nicht, dass er einen Vortrag über Radfahr-Lehrtechniken halten wollte

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Gruß, Karin