Hallo Sammy,
da nennst Du ja gleich einen wichtigen Vorteil des Rollers:
Das Kind einer Bekannten hat zum 4. Geburtstag ein Fahrrad geschenkt bekommen und hatte im Kindergarten schon etwas auf nem Laufrad geübt. Der hat sich drauf gesetzt und ist gleich mal 5 Runden um den Block gefahren - so schnell, wir sind kaum hinterher gekommen.
So schnell fahren ist ja keine Leistung an sich, auch wenn das viele gerne so sehen. Und bei gefärhlichen Situationen ist das Kind (gilt übrigens auch für Erwachsene, bei denen ich sehr viel mehr "Radfahren lehren"-Erfahrung habe) schneller auf dem Boden als bei einem dann ergonomisch eingestellten Fahrrad.
Übrigens: man lenkt weniger mit dem Gewicht, als es aussieht. Mach mal eine Lenkübung nach
diesem Vorbild, das geht auch mit einem Fahrrad

. Und solche Lenkspielchen macht ein Kind auch leichter mit dem Roller als mit dem Laufrad.
Gruß, Karin
Hallo Karin,
das mit dem Tempo sollte eher ausdrücken, wie viel Spass er dabei hatte. Zumindest bei diesem Rad erforderte das "hohe Tempo" (Joggen, so fit bin ich schon noch

) eine in meinen Augen erstaunlich hohe Trittfrequenz.
Ich hab einen Motorradführerschein und weiß, was ein Lenkimpuls ist! Der Artikel ist allerdings inhaltlich nicht ganz korrekt. Die normale Beeinflussung des Kurvenradius macht man schon per Gewichtsverlagerung (nicht per Lenkbewegung!). Der Lenkimpuls ist aber insbesondere nötig, um das Motorrad aus der sehr stabilen Geradeausfahrt "herauszubringen". Der Lenkimpuls (kurzer, aber kräftiger Lenkereinschlag in die "falsche" Richtung) führt zu einem (heftigen) Destabilisieren des "Kreisels" Motorradrad (salopp einem Taumeln), die Maschine rutscht mit ihrem Schwerpunkt in die "richtige" Richtung was zu der gewünschten Kurvenfahrt führt.
Am Fahrrad kann man sich dieses Wissen auch zu Nutze machen, vor allem wenn man große, schwere Laufräder hat, schnell ist und das Rad eine Rahmengeometrie hat, die auf stabilen Geradeauslauf ausgelegt sind. Dann hilft der Lenkimpuls merklich "wendig" ausweichen zu können. Bei sehr leichten Rädern mit kleinen Laufrädern und sportlicherer Geometrie (Rennrad) ist der Effekt schon geringer, beim Kinderrad/Laufrad oder gar Roller mit seinen winzigen Rädern würde ich von solchen "Spielchen" stark abraten, das führt eher zum Sturz! Hast du mal Kinder beim Radfahren beobachtet? Ihr Lenken ist ein ständiges Gegenlenken gegen den Sturz, hat mit der Fähigkeit "Freihändigfahren" (und auch dem "Lenkimpuls") am Anfang gar nichts zu tun. Plötzlich und wendig ausweichen zu können ist anfangs auch nicht erforderlich, man freut sich ja schon, wenn das mit dem Kurvenfahren überhaupt klappt!