Von den Hunden, die wir auf dem Jakobsweg trafen, war nur einer "Selbstläufer". Alle anderen wurden transportiert. Der Selbstläufer hatte seinen Rücken etwa in Höhe meiner Hüfte. Er musste in Begleitung seines Spaziergängers nicht traben, sondern schritt neben ihm. Er hatte sich die Füße durchgelaufen und trug deshalb Stiefel.
Die anderen wurden in Gefährten jeder Art transportiert. Keinen von ihnen sahen wir auch nur einen Meter selber laufen. Das Hauptproblem ihrer Herrchen war aber, dass sie mit den Hunden buchstäblich nirgendwo reindurften.
Die dort üblichen Leihesel laufen täglich Distanzen, die unter denen der Fußgänger liegen. Dabei tragen sie das, was sie brauchen. Die begleitenden Menschen müssen ihren Kram also selbst tragen.
Es gibt im Internet diverse Stories zum Thema "Pferde auf dem Jakobsweg". Sehr schön geschrieben eine von einer jungen Frau, die mit zwei Pferden aufbrach. Eines hielt sogar eine Woche lang durch. Mit dem anderen kam sie in Santiago an. Sie lief nebenher und trug das Gepäck von beiden. Unbelastet hat das Pferd die Strecke geschafft.
Die Reiter, die wir auf dem Jakobsweg trafen wurden von einem Wohnmobil und einem Pferdetransporter begleitet. Die Pferde wurden täglich getauscht.
Menschen sind anscheinend ganz gut geeignet für solche Leistungen. Da kommen die Tiere nicht mit.