Ich stimme mal in den Chor ein:
Den Rahmen bitte nur im äussersten Notfall pulverisieren, lackieren, deko-bekleben oder ähnliches.
Nach meiner bescheidenen Meinung ist so ein schönes, altes Rad schön, weil es ein altes Rad ist und auch so aussieht.
Zur Alltagstauglichkeit:
Besorgt Euch eine Hinterradnabe, die für eine Einbaubreite von 126mm ausgelegt ist bzw. darauf reduzieren lässt. (Ich gehe davon aus, dass 126mm die originale Breite ist.)
Hinterbau weiten geht zwar, sollte aber vermieden werden.
Vor .ca 2 Jahren habe ich in der Bucht z.B. eine bis dato noch unverbaute 105er (1055) gefunden. Da passen handelsübliche 7er Ritzelpakete drauf.
Jetzt noch ne passende Felge, Speichen und (fast) fertig ist ein frisches, einigermaßen modernes Laufrad.
Das Sachs-Huret-Schaltwerk muss man wahrscheinlich auch ersetzen, weil es für grössere Ritzel wohl zu kurz sein wird. Einfach mal bei ortsansässigen Schraubern nachfragen, ob die noch was in der Kiste ganz hinten unten links rum liegen haben.
Das Innenlager wird mit einiger Wahrscheinlichkeit mit französischem Gewinde ausgestattet sein. Da wirst Du kaum etwas finden. Erst recht nichts fabrikneues.
Deswegen: Gut warten. So ein altes Tretlager ist Gold wert.
Das Innenlager wird wahrscheinlich ein 110mm Vierkant sein.
Da passen einige auch fabrikneue Kurbeln drauf. Ob eine dreifach Kurbel geht musst Du ausmessen. Ich würde vermuten, dass man eine tolerierbare Kettenlinie hinbekommen kann.
Umwerfer müsste dann auch ausgetauscht werden. Handelsübliche mit Schellenbefestigung und Reduzierhülsen (muss man wahrscheinlich noch händisch ein wenig beischleifen) sollten es tun.
Die abgebauten Teile sicher verwahren, um das gute Stück ggf. wieder in den Originalzustand bringen zu können.