Hallo Bourbon,
zur Strecke folgende Anmerkungen:
- Trento – Venedig würde ich auch so fahren, Valdobbiadene ist eine interessante Stadt, anschließend die Prosecco-Weinstraße ist landschaftlich recht ansprechend; den Prosecco gibt’s auch
alla spina- die SS3 zwischen Spoleto und Terni ist eine höhenmeterärmere Abkürzung der Bikeline-Strecke; die ist natürlich etwas stärker befahren als die Bergstrecke, dank breitem Seitenstreifen aber wenig problematisch (einen Teil der Bergstrecke hast Du ja auf dem Rückweg eingebaut)
- hinter Paestum würde ich durch’s Cilento fahren, die Anstiege sind moderat, teils geht’s auf einer Höhenstraße annähernd niveaugleich; Küstenstraße haste ja schon genug
- das letzte Stück vor Taranto ist eine autobahnartig ausgebaute Superstrada, aber auf dem Seitenstreifen erträglich (aus Erinnerung von 2004)
- wenn schon Apulien, dann bitte auch Alberobello (Trullis), Lecce (Barockstadt), Gallipolli (schöne Hafenstadt mit uriger Altstadt), Otranto, Gargano-Halbinsel, Massafra liegt nahe der Rücktour; vielleicht schaffst Du es auch noch bis ans Ende der Welt

- die Aurelia (SS1) nördlich von La Spezia würde ich vermeiden, die ist teils mit zweispurigen Richtungsfahrbahnen versehen, teils ohne Randstreifen, dafür Leitplanken (bin da allerdings schon länger nicht mehr vorbeigekommen und kenne die SS1 besser zwischen Livorno und Rom)
- ansonsten sind die Strade Statale (SS) meist nur in den Städten oder deren Umfeld stark befahren, mit etwas Abstand wird’s meist recht ruhig; Fahrradverbote gibt's auf einigen SS, vor allem wegen längerer Tunnels oder bei Brücken; da sollte man sich mit Empfehlungen zurückhalten und situationsbedingt entscheiden
- zur Strecke (besonders im Süden) habe ich mir Anregungen bei Dieter (dzickert) und Peter (indurain) geholt
Übernachten:
- den August würde ich möglichst vermeiden, kaum freie Hotelkapazität, insbesondere an den Küsten und doppelte Preise, Übernachtungen in der Hauptsaison oft nur als Vollpension zu bekommen
- in letzter Zeit sieht man immer mehr B&B-Schilder am Straßenrand, meist sogar mit Tel-Nr.; im Zweifel würde ich anrufen und die Entfernung erfragen; die Wegbeschreibungen kannste meist vergessen, leider auch die Entfernungsangaben (50 bis 100 % draufschlagen

), evtl. vom Standort abholen lassen; B&B in der Landschaft sind meist Agriturismos, die schon mal „hinter den sieben Bergen …“ liegen können.
- Campingplätze vermieten manchmal einfache Hütten
- Agriturismos und B&B können auch viel teurer als Hotels sein
Essen:
- wenn eine Hotelübernachtung das Frühstück nicht einschließt, besser nicht dazukaufen, das kostet meist 5 € für einen staubtrockenen Keks und einen Automatenkaffee; besser in die Bar nebenan gehen und
un caffè e un brioche für 2 € nehmen, (im Norden eher mehr, im Süden auch weniger)
- für’s einfache Mittagessen gibt es manchmal noch die
Tavola Calda oder eine Bar, die verschiedenen Pasta-Sorten anbieten, ca. 3 bis 5 €; oft gibt’s auch Tramezzini (Sandwich, z.B. mit Mozzarella und Käse), die man sich auch warmmachen lassen kann
- ansonsten zum
supermercato, Brot, Wurst, Käse und ein Fläschen Roten, dann muss man nur noch ein Fleckchen freie Landschaft zum Picknick finden
- zum Abendbrot muss man etwas Geduld aufbringen, im Norden nicht vor 19 Uhr, im Mezzogiorno eher ab 19.30 Uhr, gerne auch ab 20 Uhr; meist wird der Laden erst um 21 Uhr richtig voll; meine Empfehlung: Pizza kann man auch zu Hause essen; je südlicher, um so fantasievoller die Pasta-Sorten;
Viel Spaß bei der weiteren Planung und natürlich bei der Tour (soviel Zeit müsste man haben

)
Gruß Dietmar