Ich muß jetzt mal den Denkfisch ein weniges in Schutz nehmen. Auch ich bin jemand, der im stationären Fahrradhandel kauft und dort auch reparieren läßt. Und ich bin darauf auch angewiesen, denn eine Fahrradschrauberin wird in dieser Welt nicht mehr aus mir.
Aber: Der Denkfisch hat nicht im Internet nach guten Angeboten gesucht und dann einen lokalen Ladenbesitzer, der ihn das Objekt der Begierde ausprobieren läßt. Sondern er war beim Händler und hat nachträglich, nämlich durch dieses immer informierte Forum erfahren, dass es einen Händler gibt, der ihm das gewünschte Rad billiger ins Haus schickt.
Und ein Vierteltausender ist eine Ansage. Wenn ich in Denkfischs Schuhen stecken würde: Ich würde den lokalen Dealer mit dem Meilenweit-Preis konfrontieren. Und dann wird man sich einig oder auch nicht. Und dann hätte ich im Zweifelsfall auch kein Problem damit, die Bestellung via Internet loszuschicken.
Buchhändler, Radhändler, ganz viele stationäre Händler sind mit der Realität des Internets konfrontiert. Das ist manchmal bitter, nämlich immer dann wenn gezielt Beratung abgeholt wird und dann www-weit gekauft wird. Das war hier aber gar nicht der Fall. Die Probefahrt war mit einer ernsthaften Kaufabsicht verbunden, wenn es denn passt. Die Kenntnis des Meilenweit-Angebots kam erst hinterher. Eine Differenz von 250 E ist aber für mich nicht durch Beratung zu rechtfertigen. Da hätte ich kein Problem damit, dem Radhändler zu sagen, dass er verloren hat.
Suse