Hallo!
Ich möchte kurz über meine Erfahrungen bei der Reise mit dem
Zzing und dem
Pixo-C-USB-Lader als mobile Stromversorgung berichten. Ich war drei Wochen in Schweden mit dem Zelt unterwegs und hatte folgende Anforderungen:
Während der Fahrt:
1) GPS-Gerät (Garmin Dakota 20) per USB-Eingang mit Strom versorgen.
Abends im Zelt:
2) LiIon-Akku der Kamera laden (eine Akkuladung reicht in meiner Kamera auf jeden Fall für etwa 300 Bilder)
3) Smartphone laden (ich habe täglich einige SMS geschrieben und war alle paar Tage per WLAN online)
4) AA bzw. AAA-Akkus laden, z.B. für Stirnlampe oder GPS.
Zuerst hatte ich auch den Forumslader erwogen, aber als klar wurde, dass ich alle für mich notwendigen Geräte per USB betreiben kann, habe ich mich für das Zzing entschieden. Das Zzing hat einen internen Akku (5x AA, 2700 mAh), das Gerät gibt es seit einiger Zeit in einer verbesserten Version ("Smartphone-Edition"), die
beim Test in der Fahrradzukunft gut abgeschnitten hat. Den Ausschlag für den reinen USB-Betrieb gab der Pixo-USB-Lader, mit dem man sowohl LiIon-Akkus als auch gewöhnliche AA/AAA-Akkus laden kann.
Natürlich habe ich jedes Gerät für sich am USB-Netzteil daheim erfolgreich getestet. Die große Frage war daher nur noch, ob die Ladeleistung des Zzing ausreicht, um das alles auch unterwegs betreiben zu können.
Um es kurz zu machen: Es hat alles recht gut geklappt!
GPS: Das Dakota verbraucht im eingeschalteten Zustand ohne Hintergrundbeleuchtung nur 0,6 Watt (mit 100% Beleuchtung 0,9 Watt). Das ist so wenig, dass der Pufferakku im Zzing am Ende einer Tagesetappe trotzdem immer ausreichend geladen war.
(Nebenbemerkung: durch die externe Stromversorgnung konnte man das GPS nicht mehr in den Stromsparmodus versetzen, das Display blieb also immer eingeschaltet. So konnte ich die Karte mit einem kurzen Blick sofort ablesen, ohne zuerst den Stromsparmodus per Druck auf den Bildschirm beenden zu müssen. Und es war weniger ablenkend, weil das Display eben konstant eingeschaltet blieb. Sehr angenehm!)
Kamera-Akku: Der Pixo-Lader machte mit seiner Klemm-Einrichtung zuerst einen eher "windigen" Eindruck auf mich, aber es war mir klar, dass man einen preiswerten generischen LiIon-Lader nicht sinnvoll anders bauen kann. Im Betrieb funktioniert die Akku-Klemmung recht gut, zumal ich den Akku ohnehin nur Abends im Zelt geladen habe, wo das Gerät keinen Erschütterungen ausgesetzt war. Den Pixo habe ich durch ein 20 cm kurzes Mini-USB-Kabel mit dem Zzing verbunden. Ich habe den Kamera-Akku immer dann wieder geladen, wenn ich grob geschätzt 150 bis 200 Bilder gemacht habe.
(Nebenbemerkung: So komme ich auch ohne weiteren Kamera-Akkus aus. Tagsüber ist der Akku in der Kamera, abends/nachts dann im Ladegerät.)
Smartphone laden: Mit dem ebenfalls 20 cm kurzen Micro-USB-Kabel ging das Laden ebenfalls problemlos. Allerdings werde ich mir für das nächste Mal ein etwas längeres Kabel besorgen (ca. 50 cm), denn ich saß doch hin und wieder in einem Café, wo ich das Smartphone gleichzeitig benutzt und aufgeladen habe.
AA-Akkus laden: Mit dem Pixo habe ich einmal die AA-Akkus des GPS nachgeladen, weil ich das GPS auf einer kurzen Kanu-Tour ohne Zzing betrieben habe. Theoretisch hätte ich mit dem Pixo auch die drei AAA-Eneloop-Akkus in meiner Petzl-Stirnlampe aufladen können, aber das war bei nur drei Wochen Fahrtdauer nicht nötig.
(Nebenbemerkung: Die Petzl Tikka XP 2 funktioniert mit Eneloops offenbar ganz brauchbar.)
Zur Sicherheit hatte ich auch noch ein kleines USB-Netzteil dabei, um in größeren Städten (viel fotografieren, wenig Radfahren) oder an Regentagen (viel Surfen, wenig Radfahren) alle Geräte auch an der Steckdose laden zu können. Das habe ich auch einmal machen müssen, weil sich das frisch am Zzing geladene Smartphone über Nacht wieder komplett entladen hatte.
Das Zzing selbst ist nicht 100%ig wasserdicht, aber durch die regen-geschützte Montage unter dem Sitz meines Liegerads musste ich es nie in eine Packtasche stecken. Das Zzing macht einen robusten Eindruck. Nur zwei Verbesserungsvorschläge hätte ich: Der Schiebeschalter zum Aktivieren des USB-Ausgangs lässt sich recht leicht aus Versehen betätigen, denn er ragt einige Millimeter aus dem Gehäuse heraus. Außerdem vermisse ich eine grobe Ladestandsanzeige für den internen Akku.
Mein Fazit: Das Zzing als zentrales Gerät meiner Bordstromversorgung erfüllt meine Anforderungen auf der Radreise sehr gut. Zusammen mit dem Pixo-Lader kann ich alle meine Anforderungen abdecken. Der "Gerätepark" ist trotzdem recht kompakt und leicht (insgesamt 410 Gramm).
Ich würde mich freuen, wenn dieser Bericht dem ein oder anderen weiterhelfen kann.
Chris