Lieber Thilo, lieber Christian,
mittlerweile glaube ich, dass wir mit einem auf dem Sofa zuhause ausgekluegelten, viel zu dichten Terminplan hierher kommen und tatsaechlich keinen Puffer fuer irgendwelche Unzulaenglichkeiten einplanen und dannn halt gleich hektisch werden - zumindest trifft das auf mich zu. Solche Sachen wie bei Thilo und bei mir kommen einfach vor. (Mein Rad kam dann nach 4 Tagen doch noch an, offenbar nehmen frachtbefoerdernde LKWs/Busse andere Routen als Passagierbusse, mein Rad ging tatsaechlich von Viedma nach BsAs, dann nach Mendoza und von dort nach San Rafael).
Habe den Eindruck, dass je weiter noerdlich in Arentinien man kommt und je luxurioeser die Busunternehmen ausgestattet sind, desto schwieriger wird die Radmitnahme. In Patagonien und Suedchile hatte ich nie Probleme, musste nicht einmal das Rad zerlegen.
Fuer das naechste Mal lerne ich, moeglichst auf Busfahrten zu verzichten, dafuer die ausgewaehlte Gesamtstrecke niedriger zu halten. Obwohl ich ja 3 Monate Zeit habe von Ushuaia nach Salta fuehle ich mich manchmal schon etwas gehetzt und das ist ja nun wirklich bescheuert.
Andererseits sind in so einem Kontinent halt Busfahrten nie auszuschliessen, dafuer braucht man aber die noetige Geduld, Gelassenheit oder was weiss ich. Gleichzeitig habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass sich alles irgendwie auch wieder einrenkt, mañana halt.
Slowliness is holiness
Karl