Liebe Argentinienreisende in spe,
habe den grossen Fehler gemacht, nicht darauf zu beharren, dass mein Rad als Gepaeck in den Bus (von Viedma nach San Rafael) kommt, sondern mich darauf eingelassen, dass es als "ecomienda" verschickt wird (grosses Versprechen, dass das Rad am Morgen nach meiner Ankunft auch da sein wird).
Ein Tag Verspaetung ("mañana por la mañana, seguro es") ist ja drin, aber jetzt erfahre ich nach zahlreichen Gespraechen mit der hotline der Busfirma, dass mein bestes Stueck ausversehen nach Buenos Aires ging und ich sitze hier in San Rafael, was zwar nicht furchtbar ist, aber nach 2 Tagen doch langsam langweilig wird.
Was lernen wir daraus: es so machen, wie mir ein argentin. Mitradler im Hotel erzaehlt hat: gar keine Diskussionen mit den Schaltermenschen und Ticketverkaeufern, ob man das Rad mitnehmen darf, sondern Vorderrad ab, am Rahmen festmachen, Lenker quer, damit zum Maletero (das sind die Leute, die ein- und ausladen), ihm 10 Pesos in die Hand gedrueckt und das wars. Haette ich mir eigentlich denken koennen, aber irgendwie ist das Vertraeun in die Versicherungen von Verkehrsbetriebsbeschaeftigen bei mir irrational fest verankert. (Den Gedanken, dass das Rad irgendwie ganz verloren ging, will ich nicht aufkommen lassen).
Karl, rotweintestend in San Rafael