Hallo Karl,
ich habe solche Erfahrungen mit Andesmar machen müssen. Dabei habe ich das Unternehmen vorher angeschrieben und die Auskunft bekommen, ich könne das Rad im Bus als Übergepäck mitnehmen. Falls im Bus nicht genug Platz sei, würde ein Lkw mitfahren und ich könne mich mit dem Rad am Ziel vereinigen (juntar). Daraufhin habe ich den Flug nach Buenos Aires und den Bus von BA nach Bariloche gebucht.
In BA wollte ich dann einen Tag vor der Abreise bei Andesmar nachfragen, wann ich denn das Rad aufgeben müsse. (nachdem eine entsprechende Mail nicht beantwortet wurde) Ich wurde zu einem anderen Schalter geschickt, an dem übrigens auch Andesmar dran stand. – Antwort: „Sofort, und das übrige Gepäck morgen um 9:30“. (Der Bus fuhr erst um 12:30 los.)
So getan, nette Busfahrt gehabt, dann nachts ein seltsames Geräusch gehört -> Reifenpanne und ausgerechnet auf dem kurzen Abschnitt durch die Provinz La Pampa liegen gebieben

-> 5 Stunden auf den Reparatur-Service gewartet -> mit 5 Stunden Verspätung abends um 20 Uhr in Bariloche angekommen - Gepäck-Schalter gesucht – Auskunft: Rad noch nicht da - dauert normalerweise 90 Stunden - Abholung bei Versanddienst zwei Blöcke weiter – hat gar nichts mehr mit Andesmar zu tun
Anschließend holte der Angestellte dann meine Gepäck-Taschen mit ein paar Paketen aus meinem Bus. Als ich ihm meinen Beleg vorlegte, um die Taschen zu empfangen, kam die Antwort: Andesmar sei hier nicht zuständig, bitte morgen wiederkommen. Nun, immerhin konnte ich meine Taschen mit dem dingend benötigten Rasierer drin noch einmal streicheln. Die Taschen hatte ich dann am nächsten Tag, und das Rad nach Bangen am übernächsten Tag.
Mangels Alternative habe ich das Rad dann auf dem Rückweg genauso verschickt. Diesmal müsste ich für die Einwicklung des Rads in Folie selber sorgen. Ich habe das Rad am Montag-Morgen in Bariloche aufgegeben und hatte es dann tatsächlich am Donnerstag-Abend in BA, nachdem ich nach Fehlauskünften bereits zum dritten Mal den Gepäck-Schalter aufgesucht hatte. Der Bus hatte diesmal übrigens nur drei Stunden Verspätung - ohne Reifenpanne.
Ich möchte noch dazu sagen, dass die Angestellten zu mir immer sehr nett und engagiert waren. Es scheint halt in Argentinien generell Probleme zu bereiten, Räder in Langstrecken-Bussen zu befördern. Ich habe mich da auch bei Chevallier am Schalter erkundigt. Dort muss das Rad ebenfalls verschickt werden.
Auch aufgrund weiterer Erfahrungen möchte ich in Argentinien nie wieder bei einem Rad-Urlaub mit dem Bus fahren. Alternativen wären wohl das Flugzeug oder Chile.
Gruß,
Thilo