In Antwort auf: Freundlich
Der offene Kettenantrieb sei die Gewähr dafür, dass der Händler die Maschinen spätestens alle 30.000 km in der eigenen Werkstatt begrüssen könne - alles andere würde den Konkurs bedeuten.
Ähnlichkeiten mit der aktuellen Fahrradtechnik sind kein Zufall.


Es hatte aber andere Gründe, dass IFA-Zweiräder (IFA= Industrieverband Fahrzeugbau der DDR) diese Kettenschläuche bekamen: Es gab in der Täterä nur eine Kettenfabrik und deren Produkte waren lange Zeit Mangelware und qualitativ bescheiden. Daneben hatten das Volumenmodell mit Kettenantrieb Geradewegfederung im Heck (IFA RT 125), was die Ketten sehr belastete. Es gibt Geschichten, dass die Fahrzeugfabriken mit Kettenbedarf in den 50er Jahren Schmuggler mit Rucksäcken in den Westen schickten, um Ketten zu kaufen. Die Kettenschläuche sind übrigens eine Erfindung des volkseigenen Fahrzeugbaues und wurden schon in den 50ern patentiert.