Ich kann dir mal so meine Erfahrungen auf diversen Transalp-MTB Pässen mit einen 28" Trekkingrad schildern. Man kann mit einen ordentlichen Trekkingrad wesentlich mehr fahren, als so gemeinhin angenommen wird. Es hängt zu allererst vom Fahrer, der Fahrtechnik und Kondition ab, ob die typischen Transalpübergänge etwas für dich sind. Ich würde dir raten, dass du dich zuerst mal in deiner Region umsiehst, wo die 26" MTB Fraktion unterwegs ist und einfach mal probieren, ob du diese bewältigen kannst. Und noch wichtiger, bis zu welchen Punkt dir ruppiges Gelände Spass macht!
Einige systembedingte Unterschiede/Nachteile hat man aber dennoch mit 28" Trekker auf Transalp.
* Ein typisches Trekkingrad ist schwerer, so bringt mein vollausgestattetes Winora Labrador ca. 17-18kg auf die Waage.
* Man "verliert" ca. einen Berggang bei ansonsten gleicher Übersetzung, einfach aufgrund des Reifen-Umfangunterschieds von 26/28".
* Ich fahre mit Satteltaschen von Ortlieb, das hat Nachteile vor allem bei Schiebe- und Tragestücken. Aber auch riesen Vorteile auf normal fahrbaren Strecken, da mir ein bepackter Rucksack dauernd am Rücken gewaltig auf die Nerven gehen würde. (Schweiß, Gewicht auf den Schultern ...)
* Man ist bei der Reifenbreite bei 28" meist wesentlich limitierter, aber es sind überwiegend eher steinige oder schottrige Wege, da spielt die Reifenart keine so besondere Rolle.
Bewältigbar ist letztlich jeder der gängigen Übergänge auch mit 28", im Zweifelsfall ist eben schieben angesagt. Aber auch unter den typischen MTB-Transalpern sind Trailgötter, die jede Abfahrt durchfahren und Kunditionsschweine, die auch bei 15%+ Rampen noch alles fahren, die sehr seltene Ausnahme! Der Rest schiebt sein MTB auch zur genüge!
Markus (Gerade zurück von St. Anton - Heilbronnerhütte - Fimberpass - Costainas - Val Mora - Alpisella - Chaschauna)