Darüber ob das Kartenbild einer bestimmten Karte gut oder schlecht ist kann man endlos streiten. Ob man damit zurechtkommt ist nämlich zu einem Gutteil schlicht eine Geschmacksfrage.
Um das mal zu illustrieren:
Ich bin durch die Niederlande mit einer 1:300.000 Karte geradelt, wo auf einem Blatt das komplette Land drauf war. Das hat recht gut geklappt. Einzig im Wuhling der Zubringerstraßen im Umfeld von Großstädten und in den Städten selber klappt es nicht. Da bräuchte man stattdessen einen klassischen Stadtplan.
Wir haben aber auch viele Radfahrer gesehen, die die ganz detaillierten Radfahrkarten des ANWB im Kartenhalter am Lenker klemmen hatten. Da ist wirklich alles verzeichnet, was Radfahrer wissen müssen. Und genau deshalb werden sie auch zu diesen Karten gegriffen haben. Nur wäre das mir zu umständlich gewesen ständig blättern/falten zu müssen weil man am Rand des Ausschnittes angekommen ist.
Und es kommt auch darauf an was man für eine Tour fährt. Sind es "nur" Tagesausflüge um ein festes Quartier herum lohnt sich eine möglichst detaillierte Karte, wo auch noch alle Feldwege drauf sind. Bei einer Fernreise dagegen reichen auch nur die kleineren Straßen und ein paar wichtige sonstige Wege. Einfach weil man auf noch kleineren Wegen nur endlose Haken schlägt statt voran zu kommen. In der Bretagne musste ich sogar die kleinste Straßenkategorie der Michelin-Autokarte ignorieren weil die jede kleine Bucht einzeln ansteuerte.
Gruß, Bernhard