Hallo,

als speichenbruchgeschädigtes Tandemteam muss ich dazu doch auch meinen Senf geben...

Zitat:

- Schwerere und damit steifere Felgen oder noch besser Tropfenfelgen reduzieren deutlich die Speichenbruchrate.


Ganz wichtig und m.E. viel wichtiger als mehr Speichen


Zitat:


- Erhöhte Speichenspannung hält ebenfalls die Schwellast für die Speichen gering und verlängert damit die Speichen-Lebensdauer. Aber Vorsicht beiLeichtfelgen: Hohe
Speichenspannung kann zum Kollaps der Felgen führen.



Deshalb nur Material verwenden, das den erhöhten Speichenzug aushält. Ein mit ausreichend hoher Speichenspannung eingespeichtes Rad mit stabiler Felge muss in der Regel auch nicht mehr zentiert werden (ausser nach echten Unfällen und dann ist die Felge sowieso hinüber).

Zitat:

- Regelmäßiger Speichenaustausch (Hinterrad 5000 km; Vorderrad alle 15.000 km) sichert vor überraschenden Speichenbrüchen.


Über diesen Rat'schlag' ärgere ich mich regelmäßig. Smolik kann natürlich nix dafür, aber ich finde es erschreckend, dass Material toleriert wird, das jedes Jahr oder noch häufiger (wenn ich die Jahreskilometer, die in den Profilen angegeben werden zugrunde lege) neu eingespeicht werden muss.


Zitat:


- Bei häufigen Defekten z.B. aufgrund hohen Fahrer- oder Gepäckgewichts Laufräder mit höherer Speichenzahl verwenden (40 und 48 Speichen sindbei speziellen
Tandemnaben und -felgen möglich statt der üblichen 36; die Teile sind allerdings schwer beziehbar).


Allerdings sollte man sich nicht von vielen Löchern blenden lassen, die nützen gar nix wenn die Felge so labil ist, dass sie beim ersten Schlagloch zum Kartoffelchip wird bzw. beim Aufpumpen des Reifens auseinandergebogen wird (Mavic hat sich in dieser Hinsicht auch schon negativ hervorgetan...). Was auch gegen zu viele Löcher spricht, ist dass sie die Felge wieder schwächen (bzw. wie es jemand auf der Tandemmailingliste ausdrückte: Klopapier reisst in der Regel an der Perforation...)


Zitat:

- Zugunsten einer längeren Lebensdauer der Speichen sollte auf 8- oder gar 9-fach-Zahnkränze verzichten. Wer sich bei gleicher Achsbreite mit 6-7 Ritzeln begnügt kann
das Hinterrad symmetrischer eingespeichen. Das Hinterrad wird dadurch auch seitensteifer - die Zahnkranzspeichen werden weniger belastet.


Alternativ kann man bei Maßrahmen eine größere Hinterbauklemmweite wie bei Tandems nehmen oder noch eleganter den ganzen Hinterbau asymmetrisch machen lassen, dann kann das Hinterrad symmetrisch eingespeicht werden. Oder man fährt mit Rohloff.


Zitat:


- Die Verwendung einer asymmetrischen Hinterradfelge senkt das Speichenbruchrisiko deutlich und erhöht die Seitensteifigkeit des Hinterrades um rund 30%.


Ein asymmetrischer Hinterbau oder eine größere Klemmweite ist effektiver


Martina