und lässt sich ohne den ganzen Federungsunsinn komfortabel fahren.
Nachdem ich diese Behauptung in der letzten Zeit immer wieder lese, muss ich doch mal wieder was dazu sagen. Dass ein Stahlrahmen die Federung ersetzt, ist mit nur ein wenig Nachdenken haltos. Nachgeben müsste der Hinterbau, und der ist ein Dreieck. Damit federt er so wie ein dreibeiniger Tisch kippelt.
Wenn der Rahmen unterdimensioniert ist oder Risse bekommt, dann wird er zur Verwindung neigen. Das ist keinesfalls eine angenehme Pseudofederung, sondern ein unangenehmer Verlust an Laufsicherheit. Stahlgabeln mit dünnen Holmen und einer nennenswerten Vorbiegung können ein bisschen nachgeben. Bei einer dickrohrigen Gebirgsgabel für schwere Verhältnisse ist das aber praktisch nicht vorhanden. Wenn sich das Fahrzeug nicht bockhart anfühlen soll, dann muss ein elastisches Element eingefügt werden. Na, und wenn es keine reguläre Federung sein soll (weil das die Helden der Landstraßenpharmazie auch nicht benutzen), dann hilft eben nur ein gefederter Sattel (aber nur ein bisschen).
Falk, SchwLAbt