Thomas,
ostaustausch hat das schön beschrieben. Mir gefallen nur diese sog. Multifunktionslenker überhaupt nicht. Der sog. Rennlenker wäre für mich nach wie vor die 1. Wahl, wenn das nicht recht umständlich wäre mit Bremsgriffen, Schaltung etc. wie sie am MTB Verwendung finden. Die Welten sind da wohl nach wie vor recht getrennt, zumindest nur unter Mühsal zusammenzubringen.
Wichtig ist der Punkt, das Handgelenk nicht bzw. möglichst wenig zu verdrehen. Setz Dich mal in den Stuhl vor einen Schreibtische. Lege die Arme auf die Armlehnen des Stuhles, die Hände auf den Tisch. Balle die Hände zu Fäusten und halte je einen Stift in den Händen fest. Entspanne Dich ganz. In welcher Richtung zeigen die Stifte? So müsste Dein Lenker ungefähr gerichtet sein, ohne die Handgelenke verdrehen zu müssen. Bei mir ist das so, dass der Stift in der linken Hand von links unten diagonal nach rechts oben zeigt, in der rechten Hand von rechts unten nach links oben. Die virtuelle Verlängerung beider Stifte trifft sich irgendwo vor meiner Nase.
Jetzt rückst Du mit dem Stuhl vom Tisch weg, beugst den Oberkörper, behältst aber die entspannte Handhaltung bei. So kannst Du für jeden Winkel ungefähr sehen, wie Dein Lenker für bequemes Greifen ungefähr stehen müsste.
Vielleicht sind deshalb nach innen gebogene Hörnchen bequem? Vielleicht sind deshalb nach aussen/hinten gebogene Citybügel bequem? Eine leichte Drehung nach aussen ergibt eine Haltung für den Rennbügel, die wie ich finde mühsamere Drehung nach innen gibt eine Haltung für den geraden MTB-Bügel.
Nur mal so zum Ausprobieren und Nachdenken, bin kein Ergonomiefachmann. Was meint Ihr?
Gruss, Werner B.