Gar so schlimm sollte es eigentlich nicht werden. Weniger Einklommen und Urlaub kann zwar Hundt, Stihl und Co.kurzfristig mehr Gewinn zuschanzen, auf Dauer aber sägen sie an dem Ast, auf dem sie selber sitzen. Die Abnehmer für ihre Erzeugnisse sind nämlich die gleichen wie ihre eigenen Angestellten, direkt oder indirekt. Das trifft auch bei Investitionsgütern zu, Wirtschaft ist kein Selbstzweck sondern hat ihre Berechtigung nur in der Sicherung der Lebensverhältnisse. Menschen ohne Geld und ohne Freizeit fallen als Käufer weitgehend aus, die Harz IV-Betroffenen sind doch das beste Beispiel. An einem fallenden Einkommensniveau der breiten Masse (Spitzenverdiener sind keine guten Konsumenten) können auch Unternehmer kein Interesse haben. Fragt sich nur, wann sie es merken.
Langsam kann ich "Fördern und Fordern" nicht mehr hören. Wenn die Gesellschaft nicht in der Lage ist, allen Erwerbsfähigen erwerbssichernde Arbeit zur Verfügung zu stellen, müsen die Überzähligen eben ohne schikanöse Einschränkungen alimentiert werden. Bevor ich die Kuh melken kann, muss ich sie füttern.
Falk, SchwLAbt