Zitat
Das empfinde ich jetzt als ein bisschen widersprüchlich. Der erste Satz lässt mich glauben, dass loser Schotter sehr selten ist, der zweite Satz eher, dass es häufig vorkommt.
Dann einzeln:
  • Vergleichsweise selten kommt man in ein Gebiet, wo die Holzindustrie großflächig abholzt. Passiert einem das, sind die Ölkiesstraßen bis zur nächsten Asphaltstraße in einem miesen Zustand.
  • Die Aufhebung der generellen Geschwindigkeitsbegrenzung auf Ölkiesstraßen von 50 km/h hat ihren Zustand allgemein verschlechtert.

Das Nachwachsen einer Generation von Autofahrern seit dem EU-Beitritt von Finnland 1995 hat in Verbindung mit dem Bau von Radwegen auch das Verkehrsklima deutlich vergröbert. Das in einem Maß, das ich gerade in Skandinavien nie für möglich gehalten hätte. Es ging soweit, dass ein Autofahrer in den Zwanzigern 2013 bei Savonlinna in einem ruhigen Wohngebiet, wo wir die beiden einzigen Fahrzeugführer waren, aus dem Auto sprang und nach mir trat. Ich hatte gewagt, den Fußradweg neben der Herrenfahrbahn nicht zu benutzen.

Ich mag es öde überhaupt nicht. Ich halte es aber auch für bekloppt, meinen Urlaub nur wegen sportlichem Ehrgeiz für das Durchstrampeln von nicht sehenswerten Gebieten zu verschwenden. In dieser Hinsicht fand ich schon den so gar nicht skandinavischen Festlandabschnitt der Nordroute von Åland nach Turku zwischen Tavissalo und Turku richtig unangenehm.

Eine wirklich angenehme Erfahrung waren immer die skandinavischen Jugendherbergen. Die Zeiten, als sie finanziell günstig waren, sind allerdings meist Geschichte.

Wie das mit dem Zelten an Seeufern aussieht, kannst Du vorher nur so halbwegs auf guten Karten sehen. Zeltverbote an Badestellen, die es trotz Jedermannrecht doch hin und wieder gibt, siehst Du aber erst, wenn Du da bist. Badestellen sind aber in der Regel ausgeschildert.