Mal abgesehen davon, dass der ADFC den Preis sicher nicht nur wegen der Toten-Winkel-Geschichte bekommen hat. Wenn man am Ende der Argumente angekommen ist, hilft wohl nur noch Polemik?

Ich frage mich ernsthaft, warum in diesem Forum in der Frage so eine Schärfe drin ist. Es geht nicht darum, dass der ADFC oder irgendwelche Radfahrer etwas festgestellt hätten, sondern völlig unbedarfte Quellen wie die
DEKRA oder die
BG Verkehr zeigen (inklusive Maßen) auf, dass es um das LkW-Fahrerhaus
keinen toten Winkel gibt. Wo bitte soll der sein? FakeNews!?

Mit der Boykottierung einer "Verkehrsaufklärungsaktion" von Polizei und Stadt wegen der Sache wollte der ADFC Radfahrern keinen Freibrief zum LkW-Zweikampf geben. Aber was erreicht wurde, ist, dass das "Tote-Winkel-Mantra" hinterfragt wurde, dass schon hinterfragt wurde, bei wem der Verantwortlichkeitsspielball eigentlich liegt und dass es eben nicht reicht ganz im Sinne des Victim Blamings bei LkW-Rad-Unfällen die Schuldigkeit einzig beim unverantwortlichen Radfahrer zu suchen und umgekehrt von Seiten der Polizei weder die Spiegeleinstellungen, noch deren Nutzung zu kontrollieren. Wenn nur das Recht des Stärkeren/Gefährlicheren gilt, dann können wir das mit den Spiegeln auch ganz sein lassen (wie es in Indien z.B. der Fall ist, da würden die eh abgefahren werden). Es ist zweifelsohne Aufgabe eines Lobbyverbandes den Finger in die Wunde zu legen und zu zeigen, wo Defizite (nicht nur der Verbandsmitglieder) liegen. Das wurde mit der aufgewirbelten Öffentlichkeit definitiv erreicht.