Tag 3: Wolfgangsee – Salzburg – 60 km – 800 HöhenmeterIch bin immer noch zu weit, weil ich ja am Anfang die Gegend um Mattsee und Wallersee ausgelassen hatte. Jetzt habe ich nur noch ungefähr 60 Kilometer bis Salzburg auf der geplanten Strecke.
Ich überlege, ob ich irgendetwas zusätzlich ins Programm nehmen soll, aber auf die Schnelle drängt sich mir nichts auf. Ich beschließe, es so zu belassen, dann bin ich früh genug am Bahnhof in der Hoffnung, noch vor dem größten Oktoberfest-Chaos im Zug zu sein.
Gemütliches Einrollen am Wolfgangsee:


Seepromenade in Sankt Gilgen

Mozarthaus Sankt Gilgen; keine Ahnung ob der mal hier gelebt hat, oder vielleicht seine Verwandtschaft.

Sankt Gilgen



Sankt Gilgen mit Wolfgangsee

Fuschlsee
Vom Fuschlsee gelangt man über eine einsame Straße in Richtung Vordersee; es geht aber relativ steil über einen Höhenzug.

Faistenau – „Gesunde Gemeinde“
Einige Orte hier schmücken sich mit dem Prädikat „Gesunde Gemeinde“. Keine Ahnung was damit gemeint ist. Vielleicht leben hier nur sportbegeisterte, nichtrauchende, asketische Veganer; oder Kranke werden umgehend (entsorgt) des Ortes verwiesen?

Noch so ein See ...

Ganz toll dann die Strecke von Vordersee durch die Strubklamm.

Strubklamm





Wiestalstausee


Zwischen Wiestalstausee und Elsbethen; das ist auch ein sehr lohnender Streckenabschnitt auf schmalen Straßen mit kaum Verkehr.

Links der Watzmann
Dann noch die Abfahrt ins Tal. An der Salzach kann man ganz entspannt in die Innenstadt von Salzburg fahren.

Salzburg. Den Gang durch die historische Innenstadt spare ich mir diesmal, weil ich erst kürzlich hier war. Ansonsten natürlich unbedingt zu empfehlen; trotz des zu erwartenden Trubels.
Ich bin schon um 13:00 Uhr am Bahnhof und damit noch vor den meisten Oktoberfestbesuchern im Zug.
Erkenntnisse? Auch niedrig gelegene Gebirgstäler können im Spätherbst schattig und kalt sein.
In Sankt Wolfgang sind Einmal-Übernachter nicht erwünscht.
Das Essen in den Gasthöfen ist reichhaltig, kalorienreich und bezahlbar.
Die Gegend ist landschaftlich sehr schön. Einige Hotspots sind ziemlich überlaufen. Manchmal muss man mit stärker befahrenen Straßen rechnen. Teilweise ist halt einfach auch kein Platz zwischen See und Felswand für Alternativen.
Es gibt aber auch oft gut beschilderte Radwege; fast immer asphaltiert. Der Zustand der Radwege ist meist gut, aber natürlich gibt es auch hier manchmal die pseudoartigen Radwege – einfach ein kombiniertes Fußgänger-/Fahrradschild auf den Gehsteig stellen und die Radler sind weg von der Straße.
Insgesamt ist das Salzkammergut mit dem Rad aus meiner Sicht also schon zu empfehlen, da auf kleinem Raum schöne Seen, Bergkulissen und auch sehenswerte Ortschaften zu erreichen sind. Die herbstlichen Farben erzeugen dabei noch einen zusätzlichen Reiz. (Schön) Leiwand!
Servus und baba.