Zitat:
Die Frage ist, welche Alternativen es noch gibt?

Ich glaube, das waren die Letzten. Ich bin auf dem Flugschuppen schonmal gefragt worden, wieso ich das Fahrrad überhaupt offen anbringe und nicht schon zu Hause einpacke. Bei der Antwort »weil ich damit hergekommen bin« war offenbar zuviel. Sowas ist für die Beteiligten einfach nicht vorstellbar. Dass man nicht mit seinem Pkw zum Flugschuppen kommt und am Ziel entweder eine Taxe oder das, was unsere US-amerikanischen FreundePartner »Limo« nennen, nutzt, geht in die Hirnkästen nicht rein. Das betrifft auch Personale, deren Gehalt regelmäßige Taxifahrten garantiert nicht hergibt.

Vergleichbares Beispiel aus jüngster Zeit: Nachdem ich fahrradlos vor drei Wochen in Buenos Aires zum Flughafen musste und es keinen Streckennetzplan des Busnetzes gibt, musste ich mich durchfragen. Die Antworten lauteten immer »Taxi« oder »remise« (also Mietwagen mit Fahrer). Die eigentlich sinnvollste (weil wohl schnellste) Möglichkeit, mit dem Zug bis Ezeiza und von dort mit dem Bus auf kurzem Weg zum Flugschuppen, ließ sich gar nicht überprüfen. Nach hartnäckigem Nachfragen wurde dann doch die Möglichkeit mit der Linie 8 (Plaza de Mayo–aeropuerto) rausgerückt. Dass ich nur hundert Meter bis zur nächsten Haltestelle hatte, bekam ich erst im dritten Anlauf raus. Die -8- ist zwar eine langsame Gesschichte mit großer Rundfahrt, doch ging es vermutlich vor allem darum, deutlich mehr rauszuschinden. Mit »SUBE«-Karte kostete die Fahrt 8 Peso, das waren Anfang März etwa 1,60€ und im Vergleich zu Taxen praktisch eine Freifahrt.