Für den Pyrenäenübergang:
Der Col de Portalet ist natürlich schon einer der hohen Pässe, wenngleich nicht unter den schwersten - was nicht heißt, dass es Schweiß kostet. Die frz. Seite ist sehr dicht bewaldet, viel Schatten, im Sommer bei Feuchte schon mal fast tropisch anmutend, außerdem sehr viele Mücken. Die span. Südseite ist ganz anders, sehr offen, und zumindest bis Biescas nicht besonders aufregend (danach bin ich nach Torla abgezweigt). Mit dem Train d'Artouste liegt auch eine Touristenattraktion bei der Passhöhe - entsprechend muss man auch mit Verkehr rechnen, wenn attrakive Tage sind.
Südlich von Sabinanigo kenne ich nur eine nahe (südlichere) Strecke, nicht exakt diese. Diese meine Strecke hat zwei Passhöhen, nicht ganz einfach, die eingetragene Strecke sollte aber einfacher sein. Im Osten kommt man dann über Triste auf dem Weg nach Süden wohl an den Mallos de Riglos vorbei (so glaube ich die Route lesen zu können) - eine absolut sensationelle Steinformation (mit Schluchtteil dazu, kleiner Pass zu bewältigen).
Alternativen: Statt Portalet kann man auch den Col den Somport westlicher nehmen. Je nach Ausgangsbasis ist das sogar der direktere Weg, weniger gebogen die Linie. Die Strecke ist teils verkehrsarm, sobald der Tunnel den Verkehr abfängt. Im Süden muss man dann ein Stück bis Jaca auf der verkehsreichen E7 fahren, danach Anschluss über eine einsame Route nach Triste möglich. Der Somport-Pass ist zur Südseite um einiges spannender, mit Felskessel und weiter unten mit dem Belle-Époque-Bahnhof Canfranc. Im Norden ist er auch dicht bewaldet, jedoch wohl abwechslungsreicher als Portalet (Portalet ist bei mir im Gedächtnis aber schon mehr verblasst). Zudem gibt aber immer wieder kleine Attraktionen, u.a. auch lohnenswert ein Besuch des NP-Museums. Obwohl etwas niedriger als Portalet, dürfte der Pass allerdings auch nicht einfacher sein.
Will man nach Portalet-Pass in Sabinanigo schneller nach Süden nach Huesca durchstoßen, sollte man beachten, dass die E7 stark befahren ist. Es gibt allerdings auf der Südseite bei dem Stausee Arguis einen versteckten Abzweig zur alten Straße, die teils verfällt, teils auch Schotter gewesen ist (möglicherweise aber auch wieder als Radroute instand gesetzt wird). Diese Strecke bis Nueno ist dann unbedingt zu empfehlen, auch landschaftlich. Schnellstraße liegt erst auf selber Höhe, danach oberhalb der Strecke.