Die Empfehlung zur Umstellung auf Scheibenbremsen ist zwar ok, aber die Foren sind genauso voll mit Quietschproblemen dort wie bei V-Brakes und allem anderen. Es muß zunächst sichergestellt sein:
- Alles perfekt eingestellt.
- Kein Teil ist fehlerhaft.
- Keine Montagefehler.
- Bremskraft ist in Ordnung.
- Beläge und Felgen sind sauber und entfettet.
- Es ist geklärt, wenn Originalbeläge nur auffallend kurz halten, ob was am Fahrstil nicht stimmt.
- Ggfs. Originalbeläge einsetzen (quietschen die auch?).
Wenn das alles paßt und Bremsen-Qietschen (hochfrequentes Geräusch im Kilohertz-Bereich) auftritt, dann wäre die Schlußfolgerung:
Es liegt kein Fehler vor, sondern einfach das Pech eines voll getroffenen Resonanzpunktes. Kein Komponentenhersteller kann das verhindern, weil es erst durch das "Zusammenbasteln" eines Rades zu einem System entsteht. Da Räder - im Gegensatz zu KFZ und Maschinen - nicht als Gesamtsystem entwickelt und getestet werden, sind solche Probleme normal und es ist eher Glück, dass es nicht viel häufiger vorkommt. Nur wegen dieses "Glücks" funktioniert das "Radzusammenbasteln" im heimischen Keller überhaupt - aber halt nicht immer. Bei KFZ würgen TÜV und Zulassungsvorschriften die Eigenbauten glücklicherweise weitgehend ab.
Es gibt Abhilfen dafür, die angegangen werden können, wenn die obigen Punkte abgearbeitet sind.