Den Marathon Plus MTB 2.1" habe ich derzeit im Gebrauch und weiß, ehrlich gesagt, nix Rechtes mit diesem Reifen anzufangen.
Der Reifen ist v.a. eines, nämlich schwer - und mit schwer meine ich schawääär. Er braucht außerdem, vermutlich wegen der störrischen Pannenschutzeinlage, einen ziemlich hohen Druck, bei mir mindestens 3 bar auf dem unbeladenen MTB (mit Rucksack max 110kg Gesamtgewicht), um einigermaßen kontrolliert ums Eck zu kommen. Mit Luftdrücken, die geeignet wären, auf weichen Böden Traktion zu erzeugen, ist er schlicht unfahrbar. Gibt man ihm die Luft, die er braucht, ist er auf Asphalt absolut okay, auch bei Nässe, und rollt dort auch einigermaßen widerstandsarm. Meine Nachmittagsrunden enden meist mit Steilabfahrten durch die Weinberge auf Asphalt und dort gönne ich mir zu Übungszwecken immer wieder mal ein paar Vollbremsungen. Dabei zeigt sich ein weiteres Problem mit dieser Pannenschutzeinlage, die so hart ist und eine derart glatte Oberfläche aufweist, daß es offenbar zu keinerlei Vernetzung mit dem umgebenden Material kommt. Die äußere Gummischicht zwischen den Stollen ist derart dünn, daß sie beim Bremsen schlicht aufreißt. Es fehlen auch schon einzelne Stollen, wo man dann auf die blaue Glatze der SmartGuard-Einlage gucken kann. Was hingegen tatsächlich funktioniert, ist der Pannenschutz. Damit kann man nun wirklich unbesorgt zum Altglascontainer radeln. Von außen kommt nix durch, Schlangenbisse sind wegen des hohen Druckes ausgeschlossen ... ob die Luftpumpe noch funktioniert und das Flickzeug noch nicht überaltert ist, muß man schon gelegentlich mal bewußt kontollieren, denn in der täglichen Praxis benötigt man diese Dinge nicht mehr.

--> Guter Reifen für Forststraßen und Alltag, der im Vergleich mit Tourenreifen etwas mehr Geländeeignung bietet, vom Verschleiß her aber eher auf MTB-Niveau liegt.



Gruß,

Clemens