.. je älter wir ("Babyboomer", soll heißen: jetzt 50+) werden, desto weniger nehmen wir mit. Mit den Kindern, egal ob wir mit dem Rad oder mit dem Auto losfahren (Mittel- und Nordeuropa, Touren bis 2,5 Wochen): Je Person einen Becher, einen halbhohen Teller, Besteck. Korkenzieher und Opinel-Messer sind Pflicht, ebenso ein oder zwei Frühstücksbretter (auf denen man auch wunderbar eine gefaltet Karte befestigen kann, dann weht die nicht hoch), Flaschenöffner ist am Schlüsselbund.
Essen haben wir früher, ohne die Kinder ab und zu gekocht, mittlerweile ist's nur noch der Tee oder der lösliche Kaffee. Wir essen dann lieber unterwegs - "regionales Fast-Food", also Fischbrötchen an der Küste, Poffertjes in NL, Crepes (oder mittlerweile auch Kebab) in Frankreich, Fish & Chips (oder Pakistanisches) in England, Piroggen in Finnland, sonst auch einfach Kaltes aus dem Supermarkt (Brot, Auflage, Milchprodukte). Das erscheint uns abwechslungsreicher als täglich Nudeln und ist auch erschwinglich. Das ist auf jeden Fall auch eine Möglichkeit, etwas "Region aufzusaugen", ggf. mit den Leuten ins Gespräch zu kommen und auch etwas Sprache zu üben bzw. kennenzulernen (gerade für die Kinder!)
Wir haben nur ein kleines Zelt (Eureka El Capitan 4) zum Übernachten, allerdings zelten wir auch nicht stationär, sondern fahren Strecken. Campinghocker in einer "vernünftigen" Größe (wir "Alten" sind beide 1,85, die Kinder 1,60+) können wir sowieso nicht mitnehmen und unterwegs gibt's auch immer wieder Plätze zum Hinsetzen. Zum Schlafen reichen Isomatten oder eine alte LuMa (die hält seit fast 40 Jahren, eine alte tschechische Barum von Karstadt...).
Mehr Komfort geht natürlich, ist aber kein Muss. Falls wir stationär zelten würden (dann aber mit dem Auto), würden wir evtl. ein größeres Zelt kaufen. Sofern wir aber touren, reicht es so. Evtl. dann mit einem eigenen Zelt für die Kinder. (Nachtrag: Bei Touren ist aus unserer Sicht ein kleines Telt besser, da es sich schneller aufbauen lässt und dem Wetter weniger Angriffsfläche bietet. Auch eine Erfahrung, die wir erst machen mussten. Wir haben mit einem größeren "Hauszelt" vor fast 30 Jahren angefangen und sind dann den Erfahrungen entsprechend kleiner geworden.)