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#129916 - 11/21/04 07:46 PM
Erfahrungen Federbeine ?
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Bisher habe ich an meinem Liegefahrrad ein Federbein, welches schlicht aus einem großen Elastomer besteht. Das ist an sich eine tolle Sache, weil wartungsfrei und ewig haltend. ABER: entweder ich kann das Federbein in der härteren Position Position an der Schwinge fahren, dann ist die Federung nicht nur etwas zu hart, sondern schaukelt sich auch oft auf. In der weichen Position fährt es sich gut, aber dann kann ich kein Gepäck mehr zuladen. Und dauernd umstecken fällt aus. Also will ich mir ein Stahlfeder/Öl-Federbein zulegen.
Daher meine Frage: Sind die einfachen Federbeine ausreichend? Oder ist wenigstens eine Zugstufendämpfung nötig? Was habt ihr generell für Erfahrungen mit Federbeinen, auch was Zuverlässigkeit, Ansprechen etc. angeht ?
MfG
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#129926 - 11/21/04 08:23 PM
Re: Erfahrungen Federbeine ?
[Re: Flachfahrer]
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Gleich vorwerg: Ich fahre zu Zeit erst das erste Federbein und dies auch erst seit 7 Monaten, dazu nicht an einem Liegerad. Aber vielleicht hilfts dir ja trotzdem weiter:
Mein Dämpfer: Fox Vanilla RC
Das Ansprechverhalten ist top. Dadurch, dass keine Luftkammern abgedichtet werden müssen, fällt die sonst hier umständlich mit Negativ-Luftkammern abgesenkte Ansprechschwelle sehr niedrig aus (ähnlich wie bei Stahlfedergabeln
Haltbarkeit: Naja, was soll eigentlich kaputt gehen. Im schlimmsten Fall hauts die Dämpfungseinheit auseinander (kannst trotzdem weiterfahren), ebenso unterliegen die Buchsen natürlich einem Verschleiss. Allerdings dürfte bei einem Liegerad die Haltbarkeit doch noch höher sein, eine stabile Lagerung des Hinterbaus ohne auftretende Seitenkräfte auf den Dämpfer vorausgesetzt. Dazu ist er sicher noch schmutzgeschützter angebracht als an meinem Bike. Die Belastungen, mit denen mein Fox malträtiert wurden, waren sicher nicht ohne: Sprünge aus großen Höhen, schnell hintereinander auftretende Schläge auf felsigen Singletrails, Treppen in Highspeed... all das dürfte deinem Rad weitestgehend entsagt sein
Eine Druckstufendämpfung ist eigentlich nur wichtig, wenn Antriebseinflüsse auf das Fahrwerk zu erwarten sind (ist bei einem LR sicher nicht?), eine Zugstufendämpfung dagegen macht schon Sinn, da damit das Aufschaukeln verhindert werden kann. Ohne einstellbare ZSD musst du damit leben,was der Hersteller eingestellt hast, ein Nachregulieren bei viel Gepäck oder unebener Strasse ist nicht möglich.
Und grad jetzt dürfte bei Ebay doch einiges recht preiswert erhältlich sein, schau doch mal, ob du zum Testen einen DNM -Dämpfer erhältst. Diese sind recht preiswert, die Federn dazu auch, falls die ursprünglich erworbene nicht passen sollte (eine Fox-Feder kostet ca. 60E, die DMM-Federn kriegst Du ab 12) Bei Fox ist auch der zur Wahrung der Garantie notwendige Service recht teuer (>120E, und das eigentlich jährlich).
Problematisch wirds nur bei exotischen Übersetzungsverhältnissen, nach meiner Efahrung sind 350-500lb/inch sehr gebräuchlich, falls Du etwas darunter oder darüber brauchst wirds schwierig.
Hier nochmal Preisanhaltspunkte: ein einfacher DNM-Dämpfer ohne Zugstufeneinstellung geht ab 25E los, mit einstellbarer Zug- und Druckstufe kriegst Du ihn für 100E (und liegts weit unter den Preisen von Fox 6Co.), Einbaulängen von 125-200mm
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Edited by Zombie025 (11/21/04 08:24 PM) |
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#129933 - 11/21/04 09:05 PM
Re: Erfahrungen Federbeine ?
[Re: Flachfahrer]
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Hallo Flachfahrer, warum Stahl? Gerade die Anpassung an verschiedene Beladungszustände ist bei einer Stahlfeder eingeschränkt. Im Extremfall heisst das: Feder tauschen! Der ohne Charakteristikveränderung mögliche Verstellbereich ist viel geringer als bei einer Luftfeder. Zugstufendämpfung ist ein Muss (sonst tanzt der Hinterbau weiter Pogo ) Diese auch noch verstellen zu können ist ein Luxus, den du sozusagen als Draufgabe bei guter Qualität bekommst. Die nächste Stufe bringt dann eine Blockieroption, wenn es denn richtig teuer werden darf, wird man mit einer Ventilsteuerung beglückt, die Schläge der Strasse von Antriebseinflüssen unterscheiden soll; mit letzterer habe ich keine Erfahrung. Die Fa. RockShox teilte mir auf Anfrage mit, dass bei einer Beanspruchung durch mehr als 100 kg die Garantie hinfällig sei! Meine Entscheidung war damals German Answer, weil ohne Gewichtsbegrenzung und (beinahe!) Massanfertigung auf die Einbaumasse. Diese werden bestimmt von Federweg, Gesamtlänge des Dämpfers und Durchmesser und Breite der Dämpferaufnahmen am Rahmen. Nach der Ermittlung dieser Daten kommt sowieso meist die Ernüchterung, das so unüberschaubar grosse Angebot wird dann sehr übersichtlich. Wenn du dann noch etwas für die Lebensdauer deiner Neuerwerbung tun willst, leg noch was drauf für Radialgelenke; die sorgen dafür, dass Hydraulikkolben länger dicht bleiben. Ich hätte gerne am Liegerad eine Hinterradfederung gehabt, die gab´s damals bloss noch nicht, nicht mal für "Normalräder"! Meine "Luftfeder" ist jetzt seit 3 Jahren pannenfrei und ohne Service im Einsatz. Axel
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#129934 - 11/21/04 09:10 PM
Re: Erfahrungen Federbeine ?
[Re: Zombie025]
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Das Ansprechverhalten ist top. Das klingt ja schon mal gut. Allerdings dürfte bei einem Liegerad die Haltbarkeit doch noch höher sein Das hoffe ich. Die Belastungen, mit denen mein Fox malträtiert wurden, waren sicher nicht ohne: Sprünge aus großen Höhen, schnell hintereinander auftretende Schläge auf felsigen Singletrails, Treppen in Highspeed... all das dürfte deinem Rad weitestgehend entsagt sein Sprünge und Treppen fallen natürlich weg. Schnell aufeinander folgende Schläge gibts nicht zu knapp. Die Belastungen könnten evtl sogar ähnlich sein. Ein Lieger wird nicht so heftig über groben Untergrung geprügelt, dafür ist das Last-Verhältnis bei einem Langlieger (wie meinem) 30% Vorderrad / 70% Hinterrad. Wenn ich dann noch Gepäck drauf habe, treten da erkleckliche Kräfte auf. Deshalb schaue ich ja nach MTB-Material. Eine Druckstufendämpfung ist eigentlich nur wichtig, wenn Antriebseinflüsse auf das Fahrwerk zu erwarten sind (ist bei einem LR sicher nicht?) Dann brauche ich keine Druckstufendämpfung. Aber eine Zugstufendämfung wahrscheinlich schon. Mit DNM habe ich auch schon geliebäugelt. Das dürfte als "Sofafederung" genau richtig sein und die Preise sind wirklich entgegenkommend, da kann man auch mal verschiedene Federn ausprobieren. MfG
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#129939 - 11/21/04 09:23 PM
Re: Erfahrungen Federbeine ?
[Re: 7schläferfahrrad]
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a) die sind billiger b) das Ansprechverhalten und die Federkennlinie soll angeblich nicht so gut sein, wie bei preislich vergleichbaren Sahlfeder-Systemen. Luftfedern scheinen mir eher den Vorteil eines geringeren Gewichts zu haben. Das ist für mich aber nicht ausschlaggebend. Zugstufendämpfung ist ein Muss (sonst tanzt der Hinterbau weiter Pogo ) Diese auch noch verstellen zu können ist ein Luxus Sorry, da habe ich mich mißverständlich ausgedrückt. Ich meine mit "Zugstufendämfung" natürlich eine verstellbare. Eine Zugstufendämpfung an sich ist ja immer da. Die nächste Stufe bringt dann eine Blockieroption, wenn es denn richtig teuer werden darf, wird man mit einer Ventilsteuerung beglückt, die Schläge der Strasse von Antriebseinflüssen unterscheiden soll; mit letzterer habe ich keine Erfahrung. Brauche ich am Lieger alles nicht, da Antrieb komplett von Federung entkoppelt (sogenanntes Zwischengetriebe im Schwingendrehpunkt, Ostrad). Meine "Luftfeder" ist jetzt seit 3 Jahren pannenfrei und ohne Service im Einsatz. Na das stärkt ja schon mal mein allgemeines Vertrauen in die Dämpfertechnik. MfG
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#130256 - 11/22/04 11:20 PM
Re: Erfahrungen Federbeine ?
[Re: Flachfahrer]
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Das DNM Federbein von Ebay mit Stahlfeder und verstellbarer Zug- und Druckstufendämpfung gibt´s in den verschiedensten Längen und habe ich seit einem halben an meinem MTB im Einsatz. Es macht für den Preis bisher einen recht ordentlichen Eindruck. Das ursprüngliche Fox-Luftfederbein ist nach 9 Jahren undicht geworden. Wenn Du das DNM Federbein mit "Piggyback" in Deinen Rahmen hineinbringst ist es sicherlich ein gutes Angebot, bei dem Du nicht viel falsch machen kannst. Die verstellbare Druckstufendämpfung gibt´s sozusagen gratis dazu und sollte im Zweifelsfall eher nicht benutzt wwerden.
Gruß Frank
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#130302 - 11/23/04 09:30 AM
Re: Erfahrungen Federbeine ?
[Re: Frank B.]
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Was macht denn das "Piggyback" eigentlich genau? Steht auf der DNM-Seite auch nicht detailiert. Ich nehme an, es muß was mit der Druckstufendämpfung oder gar mit einer Luft-Negativfeder zu tun haben, oder Aber ich nehme mal an, das brauche ich alles nicht wirklich. Zugstufendämpfung ist schon sinnvoll, der Rest ist eher für den MTB-Einsatz interessant. Außerdem benutze ich den Lieger auch als Stadtrad. Da kommt nix über 100,- rein. Ich habe keine Lust, daß irgendwelche Kids den Dämpfer dann auch geil finden. MfG
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#130307 - 11/23/04 09:50 AM
Re: Erfahrungen Federbeine ?
[Re: Flachfahrer]
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Das Schweinchengepäck enthält einen Ausgleichsbehälter und, soweit ich weiss, Ventile, die für die Druckstufendämpfung erforderlich sind. Und gegen's "Coolfinden" hilft vielleicht so ein hübscher Überzieher aus einem alten Mopedschlauch Aber so schnell sind Dämpfer eigentlich nicht demontiert, bei meinem Rad war das ein ganz schöner Akt: 2 kleine Imbüsse , ein großer, ein Maulschlüssel und viel Geduld (dabei ist er noch frei zugänglich und nicht hinter Schwingen o.ä. versteckt...
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#130312 - 11/23/04 10:05 AM
Re: Erfahrungen Federbeine ?
[Re: Zombie025]
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Genau, im Schweineschwänzchen ist ein ausgleichsbehälter, über den 1. das Gesammtvolumen und die Oberfläche vergrößert wird (wichtig, wenn der Dämpfer durch Belastung warm wird) und ausserdem kann man so verschiedene Dämpfungsstufen getrennt von einander unterbringen.
Ich hab den dnm mit Schweineschwänzchen an der Speedmachine, fährt sich ganz gut, mir fehlt allerdings der Vergleich zu einem anderen Dämpfer im selben Rad.
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#130529 - 11/23/04 11:00 PM
Re: Erfahrungen Federbeine ?
[Re: joerg046]
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die Bauform ist für die Funktion eigentlich ziemlich Wurscht. Irgendwo habe ich das auch mal gelesen, daß der externe Ausgleichsbehälter durch darauf angebrachte Kühlrippen effektiver die Wärme des stark erhitzten Hydrauliköls an die Oberschenkel des Fahrers abgibt. Wer´s glaubt...
Aber zumindest eine verstellbare Zugstufendämpfung ist Pflicht sonst schwingt sich der Hinterbau auf und die Fahrt zur nächsten Eisdiele erinnert an einen Kamelritt durch die Sahara (oder gibt´s dort nur Dromedare?)
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#130685 - 11/24/04 03:23 PM
Re: Erfahrungen Federbeine ?
[Re: joerg046]
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Aha! Dann weiß ich ja jetzt Bescheid, was ihr so für Schweinereien an euren Rädern montiert habt Danke für die Aufklärung! Ich denke, ein vergleichsweise einfacher Dämpfer mit Zugstufenregulierung müßte es für mich tun. MfG
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#130689 - 11/24/04 03:33 PM
Re: Erfahrungen Federbeine ?
[Re: Frank B.]
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Aber zumindest eine verstellbare Zugstufendämpfung ist Pflicht sonst schwingt sich der Hinterbau auf und die Fahrt zur nächsten Eisdiele erinnert an einen Kamelritt durch die Sahara (oder gibt´s dort nur Dromedare?) Soweit ich das bis jetzt begriffen habe, gibt es doch auch Federbeine mit Dämpfung, die nur eben nicht regulierbar ist, sondern so wie der Hersteller sie gebaut hat. Da dürfte sich auch nichts aufschwingen, nur kann man die nicht auf die Strecken die man so fährt abstimmen, was u.U. schon ein Problem darstellen kann. Und die Wege zu Eisdielen sind doch meistens schön glatt MfG
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#130817 - 11/25/04 12:06 AM
Re: Erfahrungen Federbeine ?
[Re: Flachfahrer]
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die nötige Dämpfung ist abhängig vom Gewicht, der Federhärte, dem Federweg und dem Übersetzungsverhältnis der Anlenkung. Das kann bei einem nicht einstellbaren Federbein und bei Deinem Rahmen genau passen, muß es aber nicht. eine zu niedrige Dämpfung wirkt sich auf den glatten Straßen Richtung Eisdiele übrigens negativer aus als auf schlechten Feldwegen. Wenn es rumpelig wird merkt man das Springen des Hinterbaus nicht mehr so stark als wenn man mit rundem Tritt der Erfrischung entgegen fährt. Es gibt übrigens von der Firma Suspa ein Federbein, welches statt einer Stahlfeder mit Elastomer-Ringen arbeitet und zusätzlich einen verstellbaren Öldämpfer enthält. Der Vorteil ist neben dem geringen Gewicht eine 100 % ausfallsicherheit. Selbst wenn der Öldämpfer ausläuft bieten die Elastomerringe soviel Eigendämpfung daß man einigermaßen komfortabel die Tour noch beenden kann. Allerdings bin ich nicht sicher, ob der Dämpfer einzeln irgendwo erhältlich ist. HIER gibt´s einen Link dazu. Gruß Frank
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#130829 - 11/25/04 06:41 AM
Re: Erfahrungen Federbeine ?
[Re: Frank B.]
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Elastomer-"gefederte" und -"gedämpfte" Federbeine würde ich aber als Auslaufmodelle bezeichnen. Bei den derzeitigen Temperaturen hätte er dann wenig Spass an seiner Federung.
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#130851 - 11/25/04 08:36 AM
Re: Erfahrungen Federbeine ?
[Re: Frank B.]
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eine zu niedrige Dämpfung wirkt sich auf den glatten Straßen Richtung Eisdiele übrigens negativer aus als auf schlechten Feldwegen. Wenn es rumpelig wird merkt man das Springen des Hinterbaus nicht mehr so stark als wenn man mit rundem Tritt der Erfrischung entgegen fährt. Das ist ja für ein Upright richtig, zumindest wenn es schlecht genug konstruiert ist. Aber ich fahre doch einen Lieger mit noch dazu, wie oben schon erwähnt, sogenanntem Zwischengetriebe im Schwingendrehpunkt, einfacher gesagt: mit 100%iger Entkopplung von Antrieb und Federung. Elastomergefedert fahre ich ja jetzt rum. Ist ja sehr praktisch, weil wartungsfrei, nur reicht die Eigendämpfung des Elastomeres nicht aus, die Schwinge schaukelt sich in Bodenwellen auf. In der weichen Position an der Schwinge eingehängt, reicht die Rückstellkraft des Elastomeres nicht mehr aus, die Schwinge deutlich wieder rauszudrücken. Da schaukelt es sich nicht auf, aber da verbleibt mir (mit etwas Gepäck) nicht mehr sehr viel Federweg. Und das hintere Schutzblech wurde zerlegt, weil das Rad bei voller Einfederung in der weichen Position gegen den Gepäckträger schlug und das Schutzblech dazwischen war. Ein Stahl/Öl-Dämpfer hat einen definierten Federweg, bei Schluß ist Schluß. Das Elastomer lässt sich immer noch etwas weiter komrimieren, jedenfalls unter diesen Bedingungen, eben auch bis Anschlag Gepäckträger. Mich hat im Liegeradforum noch ein zusätzliches Argument von der Notwendigkeit einer Zugstufenregulierung überzeugt: das Dämpferöl wird im Winter dickflüssiger. Ein weiterer Nachteil des Elastomeres, das wird im Winter deutlich härter MfG
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#131077 - 11/26/04 12:06 AM
Re: Erfahrungen Federbeine ?
[Re: Flachfahrer]
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Gibt es irgendwo ein Bild von Deiner Schwingenkonstruktion? Bei Uprights ist die Entkopplung zwischen Antrieb und Federung bei einem gemeinsamen Schwingendrehpunkt nicht sonderlich gut, da sich über das Kräftedreieck "Kettenstrebe", Kette und Zahnkranz am Zwischengetriebe ein Drehmoment aufbaut, welches beim treten versucht den Hinterbau nach oben zu drehen. Das macht sich bei MTB´s durchaus störend bemerkbar. Beim Liegerad könnte es jedoch sein, daß Die Kettenstrebe sehr lang ist und das Ritzel am Zwischengetriebe recht klein ist. Dann würde der Effekt kaum eine Rolle spielen. Liegeräder sind vermutlich eher nicht so anfällig gegenüber unrunden Tritt wie uprights weil die Kraft nicht senkrecht sondern waagerecht in die Pedale eingeleitet wird. das Suspa Federbein ist nicht direkt mit normalen Elastomerfederungen vergleichbar. So Standard- Elsatomere habe ich auch in einer alten Federgabel. Die funktioniert weder im Sommer noch im Winter. Ist es zu kalt ist die Gabel bockhart weil sich die Elastomere nicht zusammenpressen lassen, ist es zu warm ist die Gabel auch bockhart weil sie bereits beim aufsitzen durchschlägt. Suspa verwendet einen anderen Werstoff, der temparatur-unempfindlich ist (behauptet der Hersteller) und zusätzlich einen einstellbaren Öldämpfer. Aber wie dem auch sei, der ist wohl sowieso nicht einzeln ohne Rahmen zu bekommen und Stahl federt genauso gut.. Interessant wird´s bei der Bestimmung der Federrate. Da gibt´s HIER einen kleinen Umrechner.. Der gilt grundsätzlich für alle Schwingenkonstruktionen. Allerdings ist es gar nicht so einfach den genauen Federweg zu messen. Ein paar Millimeter Meßfehler führen schon zu einem völlig anderen Ergebnis. Aber der ermittelte Wert gibt zumindest eine Idee für die Größenordnung. Berichte doch mal über Deine Erfahrungen wenn Du ein neues Federbein montiert hast.
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#131081 - 11/26/04 04:34 AM
Re: Erfahrungen Federbeine ?
[Re: Frank B.]
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Hallo Frank, Gibt es irgendwo ein Bild von Deiner Schwingenkonstruktion? Von Ostrad gibt es eine Langliegerkonstruktion, und zwar das Adagio: Gruß Felix
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#131421 - 11/27/04 10:02 AM
Re: Erfahrungen Federbeine ?
[Re: Spreehertie]
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Genau das fahre ich (Ostrad Adagio) nur in dezentem dunkelgrün Das Teil hat zwar einige kleine Konstruktionsmängel, aber die Rahmengeometrie bzw. das daraus resultierende Fahrverhalten ist spitze. MfG
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#131435 - 11/27/04 10:28 AM
Re: Erfahrungen Federbeine ?
[Re: Frank B.]
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Berichte doch mal über Deine Erfahrungen wenn Du ein neues Federbein montiert hast. Das wird noch dauern, die Dämpferaufnahme für den Elastomer ist anders als ich sie dann für das Federbein brauche, d.h. ich muß warten bis Werkzeugmacher und Fahrraddoktor gleichzeitig Zeit haben, also eher nicht mehr im Dezember. Allerdings ist es gar nicht so einfach den genauen Federweg zu messen. Ein paar Millimeter Meßfehler führen schon zu einem völlig anderen Ergebnis. Ist ein Kinderspiel mit Smoliks Onlinerechner http://www.kreuzotter.de/deutsch/feder.htmMfG
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