Seit einiger Zeit gibt es nano (was immer das genau sein mag)-beschichtete Gläser...
Das bezeichnet das Verfahren, wie die Beschichtung auf die Brille kommt. Die Entspiegelungsschichten sind ohnehin um die 100 nm dick, also eigentlich immer "nano". Das ist damit aber nicht gemeint.
Früher wurden die Entspiegelungsschichten molekular aufgedampft. Neuere "Nano-Verfahren" benutzen eine kolloidale Lösung von Nanopartikeln (Größe <10 nm). Die sind so klein, dass sie das sichtbare Licht nicht streuen. Durch Eintauchen einer Glasscheibe in die Lösung und langsames Herausziehen lagert sich eine dünne Schicht auf dem Oberfläche ab. Idealerweise ist sie ein Viertel der zu entspiegelnden Wellenlänge dick und hat den Brechungsindex des geometrischen Mittels von Brillenmaterial und Luft.
Die Dicke der Schicht hängt u.a. von der Konzentration und Viskosität der Lösung und dem Siedepunkt des Lösungsmittels ab und kann über die Ziehgeschwindigkeit gezielt eingestellt werden. Anschließend wird die Schicht fixiert, meistens thermisch (=heizen). Dabei backen die Partikel zu einer festen Schicht zusammen und sind dann nicht mehr "nano". Dieses Verfahren ist deutlich einfacher als das Aufdampfen.
Darüber kann nochmal eine extrem dünne Schicht (max. 10 nm) von irgendwas wasserabweisendem sein. Die kann man molekular aufdampfen, einfach chemisch modifizeren oder auch über Nanopartikel erhalten.