Hm...
Ich würde die preisgünstigere Variante nehmen.
Warum?
40EUR Preisunterschied für die Felge ist relativ viel Geld. Gut, bei der teureren Felge ist der Speichenhersteller mit angegeben - aber was heißt das schon? Sind die Speichen "mehr wert"? Wer kann das schon beurteilen? Und es ist keineswegs garantiert, daß zB. ein radialer Rempler an der Bordsteinkante nicht auch eine teure Felge mattsetzt.
Schaut man auf der Webseite des Herstellers, so versucht dieser mit nebulösen Behauptungen die eine wie die andere Felge zu rechtfertigen. Und schaut man genauer hin so findet man dort, daß die A319 perfekt für Tourenfahrräder ausgelegt sei. Die A719 bietet - man höre und staune, renomierteste Mavic-Technologien, angefangen von einer sogenannten SUP-Technologie für das Felgenverschweißen (ist das die Abk. für Super-Technologie?), überdrehte Bremsflanken (etwas besonderes?) und ein breites Felgenprofil. Soso. Klickt man auf den Link der das Felgenverschweißen näher erläutert, so wird man über reduziertes Bremsenruckeln und ein perfektes Einspeichen und Zentrieren hingewiesen. Ein perfektes Einspeichen und Zentrieren! Ist das nicht wundervoll? Oh, ich könnte diesen Satz hunderte Male lesen. Über die genaue Legierung der A719 die der preiswerteren A319 überlegen sei schweigt sich der Hersteller jedoch aus. Schade, hier hätte man sich eventuell über die Materialeigenschaften und die daraus ableitbaren Festigkeitswerte ein realistisches Bild verschaffen können.
Mein Fazit: Ein klassischer Fall der werbetextlichen Einbringung sog. "Asymmetrischen Information" seitens des Herstellers.
Konsequenz: Bei der A319 zahlt der Kunde mehr oder weniger für die Felgenherstellung, bei der A719 muß zusätzlich Geld für die Berufslügner Marketing-Abteilung bezahlt werden.