Das ist ein Äpfel-mit-Birnen-Vergleich: (1) Nimm mal Prolog und Zeitfahren aus der Berechnung, dann steigt der Etappenschnitt gleich auf 180 (unke ich mal) (2) Die Fahrer sitzen nicht so lang auf dem Rad, wie es als Individualfahrer möglich ist (von 11:00 bis 17:30 sag ich mal grob) (3) Alle Straßen sind asphaltiert, es wird Windschatten gefahren und es ist keinerlei Gepäck zu transportieren (4) Bei der TdF gibts Berge, um die Ostsee nur besagtes "welliges Gebiet" (5) Die Radfahrer sind Vollprofis, die sich mit legalen (und illegalen?) Trainingsmethoden in die Situation bringen, die typischen 200km möglichst schnell zurück zu legen bzw. im Ziel dann noch Kraft für den Zielsprint zu haben. Für ein 200km-Gegenwind-Zeitfahren sind sie nicht wirklich trainiert (auch wenn das bei ner Ausreisergruppe "mal" vorkommt, aber nicht 3 Wochen täglich). (6) Dass sich Liegerad und Rennrad unterscheiden, brauch ich nicht zu wiederholen. (7) Die TdF-Fahrer müssen sich nicht um Unterkunft, Verpflegung unterwegs, etc. kümmern und haben keinerlei touristische Ambitionen, andererseits fallen Intervies, Dopingkontrollen, etc. an.
Fazit: Ich finde es schwer, die jeweiligen Leistungen irgendwie in Beziehung zu setzen, halte 200km täglich aber auch für sehr ambitioniert - halte es mit einem starken Willen aber nicht für unmöglich.
Komm wir grillen Opa. Es gibt Koch und Suppenfleisch! Satzzeichen können Leben retten.