Im Oktober sind die Schönen und Reichen an der Costa Smeralda nicht anzutreffen. War zu dieser Zeit 2x dort (ohne Rad) und habe nur paar verlassene Luxusjachten gesehen.
Ich fand die Küsten an der Costa Smeralda eher langweilig.
Ich bin 2008 für 16 Tage auf Sardinien gewesen und zwar die ersten beiden Oktoberwochen. Das war optimal, angenehme Temperaturen und nicht mehr überlaufen. Campingplätze und Hotels, gerade im Landesinneren hatten teilweise aber schon geschlossen. An der Küste waren die Campingplätze (gute Ausstattung und günstig) aber alle noch bis Ende Oktober geöffnet.
Ich bin auch in Olbia gestartet aber einmal um die insel geradelt, wobei ich Landesinnere und Küste immer miteinander verknüpft hatte. Ich war z.b. 2 Tage im Landesinnern unterwegs, bin dann aber nach 2 Tagen zurück an die Küste, weil ich bei diesem Urlaub halt Lust hatte auf viel Schwimmen im Meer.
Bis Cagliari bin ich hauptsächlich auf der SS125 geradelt, ich fand das Radeln auf dieser gut ausgebauten Straße vom Verkehr her sehr angenehm. Erst ca. 20km vor Cagliari wurde es vom Verkehr her ätzend. Nur flach ist die Küstenstraße SS125 auf keinen Fall, es geht immer rauf und runter. Wenn du z.b. abends ans meer willst, musst Du am nächsten morgen dann auf einen Schlag mal 400 Höhenmeter auf ca. 3 Kilometern einplanen (z.B. zum tollen Strand nach Cala Conone, wie Falk schon schrieb es lohnt sich).
Landschaftlich war das Stück durch den Parco Nazionale del Gennargentu sehr schön, dort überquerst du auch den Pass nach Genna Silana (1017m üNN). Die roten Felsen von Arbatax
solltest du auch nicht verpassen.
Kulturell hat aber das Landesinnere und die Westküste mehr zu bieten. Die Berg- und Küstenstraßen zwischen den sehenswerten Orten Alghero und Bosa war die schönste Strecke, die ich auf Sardinien gefahren bin.
Über den Transport mit Zügen und Bussen auf Sardinien kann ich nichts sagen, ich habe keine öffentlichen Verkehrsmittel in Anspruch genommen.
Im Großen und Ganzen fand ich den Westen schöner wie den Osten von Sardinien.
Gruss
Thomas