Moin,
zum "Entfärben" der Felgen kann ich nicht mehr beitragen, wie vorstehend schon geschrieben...
.... aber:
Campa-Naben mit Edelstahl-Ring in Nabenmitte sind in jedem Fall aus den Record-Baureihen, also die hochwertigsten von Campa. In den späteren 1990-ern, als die Record-Naben mit Titan-Achsen/-Freilaufklinken ausgestattet wurden, sind die "normalen" Recordnaben in die Chorus-Gruppe "runtergereicht" worden und hatten ebenfalls die Abschmieröffnung.
Campa hat erst relativ spät angefangen, die Seriennamen auf die Komponenten aufzudrucken, Naben ohne Beschriftung sind also normal und können einer Gruppe relativ schwer zugeordnet werden (abgesehen von denen mit Abschmieröffnung). Alles unterhalb Record/Chorus geht dann nur über die Teilenummern der Bauteile.
Die schwarzen Kunsstoff-Endkappen sind meines Wissens nach zum Wechsel von den dünnen Nabenkörpern auf die dicken Oversize-Naben zum Einsatz gekommen. Bei den dünnen Naben Anfang der 1990-er waren silberne Alu-Endkappen auf Record / Chorus normal.
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dieser Seite kannst Du Dich durch alle Ersatzteilkataloge / Explosionszeichnungen für Campa ab 1994 durchackern.
Wenn die Naben matt angelaufen sind, ist das ein Zeichen für wenig Pflege bei Nutzung in Regen- / Salzwasser. Die Eloxalschicht der silbernen Campa-Komponenten ist nicht sonderlich wiederstandfähig. Campa war hier schon immer eher für schickes Rollen bei trockenem Sonnenwetter gemacht - als für Dreck und Siff. Da können Shimano-DuraAce-Komponenten aus denselben Baujahren nach entsprechenden Einsatzbedingungen auch nach Jahren durchaus noch schöner aussehen.
Die Nabenlagerungen und Dichtungen von Campa sind aber für hohe 5-stellige KM-Zahlen immer gut. Das gilt zumindest für die oberen Gruppen - exakte Justierung des Lagerspiels vorausgesetzt. Zum Abschmieren idealerweise Campa-Lagerfett nehmen und reindrücken, bis das Dreckszeug an den Außenseiten raus ist und frisches Fett zum Vorschein kommt. Diese Prozedur einmal pro Jahr und die Naben sollten bei einem nicht allzu verschleißfreudigen Fahrstil ewig halten.
Gruß
Matthias