Hallo!

Zum Anschreien und zum Revier des Hundes:
Im Kernrevier des Hundes (also zB. in seinem Hof) ist Anschreien riskant, da fühlt er sich massivst bedroht und greift leicht ohne Rücksicht auf eigene Verletzungen an. Anders schaut es normalerweise auf der Straße aus: Die ist nicht sein Kernrevier, und das weiß er genau.
D.h. wiederum, ein verhaltesnmäßig halbwegs normaler, aber bissiger Hund (was den Normalfall darstellt) wird außerhalb seines eigentlichen Reviers schauen, wieweit er dir auf die Pelle rücken darf. (Am liebsten macht er das, wenn Beine schnell in der Luft strampeln, das den Jagdtrieb anregt, daher ist Gehen udn Stehen besser als Radeln, wenn einem suspekten Hund begegnet wird.) Dann tritt die 2. Stufe in Kraft: Lässt du dich widerstandslos beißen oder nicht? Wer mit Steinen droht (hilft nur dort, wo es üblich ist, also zB. in Griechenland) oder anschreit, signalisiert dem Biest "bis hierher und nicht weiter". Der Hund weiß ab da, ein echter Angriff kann einen hohen Preis kosten, wird also normalerweise weiter den straken Köter spielen aber den finalen Angriff unterlassen, solange du dir keine Blöße gibst.
Nachteil der Eskalationsstufe 2: Wenn das Vieh völlig durchgeknallt ist, kann es irgendwie reagieren und deshalb trotzdem beißen. Vorteil: Wenn du eh schon kaum eine andere Wahl mehr hast, ist das Risiko bescheiden.

(Und, offtopic, zweimal hätte mir fast eine Kalashnikov gewünscht. 4 äußerst aggressive Hunde gegen einen einsamen Radlfahrer ist eindeutig unfair. Aber das findet eh nicht statt.)

Die üblichen Abwehrwaffen sind ja bekannt: In den sehr suspekten Gegenden nehme ich gerne einen handsamen Bambusstock mit (den kennen die lieben Tierchen alle!), Pfefferspray ist, wenn am falschen Fuß erwischt, manchmal nicht mehr gut einsetzbar, sonst ausgesprochen wirksam, und der Dog Dazzer sollte am besten mit Hörgeräten für verhaltenkreative Köter verbunden werden. Hoffentlich beißt der Hund nicht beim Anlegen des Hörgerätes.

lg! georg