Liebe Ulrike ,
mir haben sie im November 2008 eine Kniegelenksprothese - Vollprothese - eingebaut . Mein Kniegelenk war vollkommen veschlissen ( Trümmerbruch des Schienbeinkopfes bei Bergabsturz 1982 ) , ich konnte die letzten Jahre nur mit starken Schmerzen treppensteigen , radfahren seit Spätsommer 2008 nicht mehr , usw. Die Operation war bei mir daher absolut notwendíg . Die Prothese ist fest , auch bei sehr langen und anspruchsvollen Bergwanderungen voll und ohne jede Beschwerden belastbar . Habe keine Schmerzen mehr . Naturgemäß kann ich mit der Kniegelenksprothese nicht mehr Slalomfahren , keine Skihochtour mit Tiefschneeabfahrt mehr bewältigen , nicht mehr Hockeyspielen , nicht mehr Kanadierfahren , aber fünf bis sechs Stunden Skilanglauf - im klassischen Stil - mit moderaten Abfahrten darin , sind keine Angelegenheit . Stehplatz im "Parsifal" ist auch kein Problem ! Wegen meiner vielen vorherigen Knieoperationen ist die Gelenkskapsel schwer beeinträchtigt , die Gelenksschleimhaut produziert zu viel Gelenksflüssigkeit . Dadurch schwillt mir das Knie , so daß ich das Knie nicht genug abbiegen kann , um mit dem Vorderfuß in das Pedal einzuklicken . Mit der Zeit wird es besser , ist halt ein langwieriger Prozess . Für drei bis vier Stunden auf dem Rad mit ruhigem Tempo langt es zur Zeit . Eine Garantie für ein hundertprozentiges Ergebnis wirst Du seriös nicht bekommen , ein Restrisiko bleibt immer . Da musst Du halt abwägen , was in Deiner Situation der geringere Schaden ist . Hast ja eh schon das richtige gemacht , Dir Information verschafft . Laß Dich dabei aber nicht verrückt machen , denn bei jedem ist es halt anders . Treff die für Dich wohlüberlegte Entscheidung , geh mit viel Mut und Zuversicht in die Behandlung oder Operation .
Viel Glück , Erfolg und gute Besserung ,
Werner
Suppenpanscher